Statistisches Bundesamt

Jeder zwölfte Einwohner Deutschlands ist schwerbehindert

Jeder zwölfte Einwohner Deutschlands ist schwerbehindert. Wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte, lebten zum Jahresende 2003 in Deutschland 6,6 Millionen schwerbehinderte Menschen. Das waren rund 70 000 oder 1,1 Prozent weniger als 2001. Am häufigsten litten die schwerbehinderten Menschen den Angaben zufolge unter körperlichen Behinderungen (67 Prozent) wie Krankheiten der Organe, Funktionsstörungen der Arme und Beine oder einer Sehbehinderung. Verursacht wurde die Behinderung bei den meisten durch eine Krankheit (84 Prozent), 5 Prozent der Behinderungen waren angeboren, 2 Prozent auf einen Unfall oder eine Berufs­krankheit zurückzuführen.

Auf geistige oder seelische Behinderungen entfielen 9 Prozent der Fälle, auf zerebrale Störungen ebenfalls 9 Prozent. Als schwerbehindert gilt, wer vom Versorgungsamt einen Grad der Behinderung von 50 und mehr zuerkannt bekommt.

Behinderungen treten den Angaben zufolge vor allem bei älteren Menschen auf: So war 52 Prozent der Schwerbehinderten 65 Jahre und älter. Ein knappes Viertel (22 Prozent) gehörte der Altersgruppe zwischen 55 und 65 Jahren an. Nur 2 Prozent der Schwerbehinderten waren Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren.

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