Witzigmann-Preis

Große Kochkunst von DaimlerChrysler

Der elsässische Spitzenkoch Marc Haeberlin und der Journalist und Slow-Food-Gründer Carlo Petrini haben am Dienstag den neu geschaffenen Internationalen Eckart-Witzigmann-Preis der Deutschen Akademie für Kulinaristik bekommen. Haeberlin wurde in der Kategorie "Große Kochkunst", Petrini in der Sparte "Wissenschaft und Medien" geehrt. Die Preise sind mit je 10 000 Euro dotiert. Das Preisgeld stellte die DaimlerChrysler Bank.

Die Akademie-Vorsitzenden, Alois Wierlacher und Otto Geisel, sagten bei der Preisverleihung im Neuen Schloss in Stuttgart, die Entscheidung, den ersten Witzigmann-Preis für Große Kochkunst an Haeberlin zu vergeben, sei einstimmig gewesen. Der Sternekoch aus Illhaeusern im Elsass habe sich auf vorbildliche Weise um die Kulinaristik verdient gemacht.

Zu Begründung der Wahl Petrinis hieß es, mit dem Slow-Food-Gründer werde ein Vertreter der internationalen Kulturarbeit ausgezeichnet, der sich in bemerkenswerter Weise um die Vermittlung von Gastlichkeit in der Gesellschaft und um die Kulturgeschichte des Essens bemüht habe.

Mit dem Witzigmann-Preis gibt es in Deutschland erstmals eine Auszeichnung für Esskultur. Witzigmann betonte bei der Verleihung, dass der Preis gerade in Baden-Württemberg vergeben werde, sei folgerichtig, denn der deutsche Südwesten sei mit 57 Michelin-Sternen die am dichtesten besternte Region in Europa und das Land mit der reichsten Gastlichkeit.

Die Deutsche Akademie für Kulinaristik mit Sitz in Bad Mergentheim ist nach eigenen Angaben eine Einrichtung der Forschung, Lehre und Weiterbildung. Ihr Ziel ist, die Wertschätzung und Bedeutung von Gastlichkeit und Essen in der Gesellschaft und innerhalb der Branche zu stärken.

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