Klimaschutz
Stromanbieter startet langfristigen Regenwaldschutz in Ecuador
"Bei derzeit 150.000 Privatkunden vergrößert sich so Monat für Monat die Fläche um 30 Fußballfelder. Dieser Projektansatz ist ein von uns langfristig angelegtes Engagement zum Schutz von Regenwald und Klima. Wir erklären ihn hiermit zum festen Bestandteil unserer Unternehmensphilosophie." In Kooperation mit "Geo schützt den Regenwald e.V." hat sich LichtBlick in einer ersten, dieser Philosophie folgenden Aktion für ein integriertes Entwicklungshilfe- und Regenwaldschutzprojekt in Ecuador entschieden.
Der Regenwald in der Region Intag, nördlich der Hauptstadt Quito in den Anden gelegen, zeichnet sich durch eine weltweit einzigartige Artenvielfalt aus. Dieser "Brennpunkt der Biodiversität" ist akut durch Kahlschlag, Straßenbau, Zersiedlung, Ölförderung und Minen bedroht. LichtBlick wird kontinuierlich Projektmittel zur Verfügung stellen, um der dortigen Bevölkerung einerseits Perspektiven einer nachhaltigen, die natürlichen Ressourcen schonenden Lebens- und Wirtschaftsweise aufzuzeigen und andererseits durch Wiederaufforstung aktiv zum Schutz des Regenwaldes beizutragen. Das Projekt wird von "Geo schützt den Regenwald" konzipiert und mit der ecuadorianischen Umweltschutzorganisation "Decoin" (Defensa Ecológica y Conservación de Intag) vor Ort in Zusammenarbeit mit der Bevölkerung umgesetzt.
"96 Prozent der ursprünglichen Waldflächen in Ecuador sind bereits vernichtet", beschreibt Dr. Reiner Klingholz, Geschäftsführer von "Geo schützt den Regenwald" die aktuelle Situation. "Mit dem Projekt betreiben wir nicht nur lokalen Wald-, sondern auch globalen Klimaschutz und wir sichern bedrohten Pflanzen- und Tierarten ihren Lebensraum. Dafür werden wir zusammen mit der örtlichen Bevölkerung Flächen aufkaufen, nachhaltig bewirtschaften und wieder aufforsten. Die Menschen sorgen so selbst für eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung und können ihre Umwelt bewahren."
Das Projektgebiet wird nach drei Jahren mindestens die Größe von 1.000 Hektar umfassen. LichtBlick hat bereits im Jahr 2000 zusammen mit "Geo schützt den Regenwald" ein Projekt im nepalesischen Bergregenwald finanziert, bei dem u.a. auch ein kleines Wasserkraftwerk gebaut wurde. Das heute bekannt gegebene Engagement zum Schutz bedrohter Lebensräume wird durch die Aufnahme in die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) fester, vertraglicher Bestandteil der Stromlieferung von LichtBlick an seine Kunden.
Die Schirmherrschaft für das Projekt hat Prof. Dr. Hartmut Graßl, Direktor des Hamburger Max-Planck-Instituts für Meteorologie und Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung "Globale Umweltveränderungen" übernommen. "Regenwaldschutz ist Klimaschutz", so Professor Graßl. "Dieses Projekt könnte Vorbild für andere tropische Regionen werden."
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Am 18. Nov. 2004 unter:
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« Kostenexplosion beim Heizen und bei Klimaschäden
Qualitätsvorsprung für Obst und Gemüse aus ökologischem Anbau bewiesen »
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