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Sozialverband kündigt Proteste gegen "Minusrunden für Rentner" an

"Koalition der Rentenkürzer"

Der Sozialverband Deutschland (SoVD) kündigt für 2005 bundesweite Protestdemonstrationen gegen die sich "abzeichnenden Minusrunden für die Rentner" in den beiden kommenden Jahren an. Sein Verband werde dafür kämpfen, "dass es Rentenerhöhungen gibt, die mindestens den Inflationsausgleich gewährleisten, um Kaufkraftverluste zu vermeiden", sagt Verbandspräsident Adolf Bauer der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Bauer plädierte für eine Harmonisierung der Alterssicherungssysteme und eine Erwerbstätigenversicherung, in die auch Selbständige, Beamte und Politiker einzahlen. Das würde nach seiner Ansicht die aktuellen Finanzprobleme lösen helfen.

Bauer kritisierte, sinkende Renten hätten nichts mit Generationengerechtigkeit zu tun. Die Rentner und die rentennahen Jahrgänge hätten keine Chance mehr, die Einbußen jemals wieder wettzumachen: "Wir dürfen das nicht tatenlos hinnehmen."

Die Ankündigung der Rentenversicherung, dass es 2005 und 2006 voraussichtlich Nullrunden, effektiv sogar Minusrunden geben werde, bezeichnete der Verbandspräsident als "finanziellen Offenbarungseid". Damit sich die Rentenversicherung noch gerade über die Runden retten könne, sollten erneut alleine die Rentner die Zeche für eine seit Jahren verfehlte Rentenpolitik bezahlen.

"Indem parteiübergreifend eine Anhebung der Rentenbeiträge mit Hinweis auf die Lohnkosten für tabu erklärt wird, entsteht faktisch eine große Koalition der Rentenkürzer", klagte Bauer. Niedrigere Renten seien aber nach den massiven Einschnitten der vergangenen Jahre für viele nicht mehr verkraftbar.

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