Bleibender Friede

Gleichberechtigung beim Wiederaufbau wichtig

Nachhaltige Friedenssicherung funktioniert nur, wenn Frauen in politische Verhandlungen bei der Beilegung von Konflikten einbezogen werden und nicht "die Hälfte der Menschen von politischer Gestaltung ausgeschlossen ist". Dies betonte Heidemarie Wieczorek-Zeul, Ministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, auf der Konferenz "Unterwegs vom Krieg zum Frieden" in Bonn am Mittwoch. Anlass für die von der Deutschen Welthungerhilfe (Dwhh) organiserte Konferenz ist der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen am Donnerstag. Die Vorsitzende der Dwhh, Ingeborg Schäuble, unterstrich die besonders große Belastung für Frauen während bewaffneter Konflikte. Ihre Position in der Phase des Wiederaufbaus müsse endlich gestärkt werden.

Nach den Erfahrungen der Dwhh würden Frauen in bewaffneten Konflikten häufig zur Zielscheibe von Gewalt. So gebe es beispielsweise oft Verschleppungen oder Vergewaltigungen. Um weitere Krisen zu verhindern, sei es nötig, für eine konsequente Strafverfolgung von Kriegsverbrechern zu sorgen. Auch sei es äußerst wichtig, die ehemaligen Kämpfer in die Gesellschaft zu reintegrieren. Internationale Friedensmissionen müssten dazu beitragen, dass beim Aufbau neuer Entscheidungsstrukturen in der Nachkriegsgesellschaft Männer und Frauen gleichberechtigt werden.

Senait G. Mehari, ehemalige Kindersoldatin und Popsängerin, setzt sich nachdrücklich für die Unterstützung von Kriegsopfern ein: "Ich hatte das Glück, dem Hunger, Durst und dem Krieg zu entfliehen. Ich hatte das Glück, Menschen gehabt zu haben, die alles taten, damit ich überlebe."

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