Integrationspolitik
Experte empfiehlt "Aufnahmebereitschaft" statt Zwangsintegration von Ausländern
Niessen sagte, Integrations- und Sprachkurse müssten an der Arbeitswelt der Einwanderer anknüpfen, um Erfolg zu haben. Nur dann hätten sie einen Anreiz, die Angebote auch wahrzunehmen. "Gerade in Ländern wie Dänemark, Österreich und den Niederlanden, wo man gedacht hat, die vollständige Assimilation von Ausländer wäre möglich, ist die Integration am deutlichsten gescheitert."
Als eine Voraussetzung für erfolgreiche Integration nannte Niessen die Aufnahmebereitschaft im Einwanderungsland. Deswegen sei es auch wichtig, die Diskriminierung von Ausländern gesetzlich zu verbieten. "Im europäischen Vergleich macht Deutschland dies am schlechtesten", kritisierte der EU-Experte.
Deswegen sei es richtig, wenn die Europäische Kommission ein Verfahren anstrenge, um Deutschland zur zügigen Umsetzung der EU-Richtlinie zur Gleichbehandlung von Minderheiten zu zwingen.
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