Welt-Aids-Tag
HIV-Virus weiter auf dem Vormarsch
Während in Westeuropa von 100 Infizierten pro Jahr nur einer stirbt, sind es im südlichen Afrika zehn. Und trotzdem steigt die Anzahl der Infizierten in der Bevölkerung weiter an. "Wir haben keine Zeit zu verlieren. Mit unserer neuen Initiative wollen wir möglichst vielen Menschen möglichst schnell helfen", so Pastors. "Ende 2004 wissen wir, dass wir das WHO-Ziel "3 by 5" nicht erreichen werden." Die Weltgesundheitsorganisation will bis zum Jahr 2005 drei Millionen Menschen mit Aids-Medikamenten versorgen - bis jetzt versorgt sind lediglich 440.000. Allein in Afrika südlich der Sahara müssten fünf Millionen Menschen dringend behandelt werden.
"Die Menschen, vor allem in Afrika, können es sich nicht leisten, Originalpräparate einfliegen zu lassen. Deswegen unterstützen und begleiten wir den Aufbau von lokaler Aids-Medikamenten-Herstellung im Kongo," führt Pastors aus. "Es macht nur Sinn, ein Behandlungszentrum aufzubauen, wenn die Patienten die Behandlung bezahlen können. Darum fordern wir, dass die pharmazeutische Industrie für die bedürftigen Länder Wissen und Technologie kostenlos zur Verfügung stellt, um vor Ort zu produzieren und Transportkosten und Lizenzgebühren zu vermeiden."
Medikamente allein reichten jedoch zur Bekämpfung nicht aus. Deshalb setzt medeor auf das sogenannte Fünf-Punkte-Programm. Dazu gehören Aufklärung und Prävention, Diagnostik, Behandlung, Sterbebegleitung und Versorgung der HIV/Aids-Waisen. "Im Großen wie im Kleinen können wir nur zusammen mit Politik und Industrie erfolgreich sein", erklärt Pastors. Am 30.11. findet in Berlin eine Fachtagung mit dem Thema "Chancen und Risiken bei der Behandlung von HIV/AIDS-Infizierten in Entwicklungsländern statt. Veranstalter sind action medeor, die Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit und der Verband Forschender Arzneimittelhersteller.
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Am 25. Nov. 2004 unter:
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