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Seehofer konkretisiert Kritik am "Gesundheitskompromiss" von CDU und CSU

150 Euro

Der stellvertretende CSU-Vorsitzende Horst Seehofer hat seine Kritik am Gesundheitskompromiss von CDU und CSU erneuert. In der ZDF-Sendung "Berlin Mitte" warf er am Donnerstagabend den Unions-Spitzen vor, die Öffentlichkeit nicht vollständig über die Konsequenzen des umstrittenen Kompromisses informiert zu haben. So sei etwa das Krankengeld nicht in der vereinbarten Gesundheitsprämie von 109 Euro enthalten. "Das wird aber der Öffentlichkeit nicht gesagt." Wolle die Union das Krankengeld über einen Beitrag finanzieren, müsse ein Durchschnittsverdiener etwa 150 Euro im Monat zahlen. In der Prämie seien viele Leistungen, die die Krankenkassen heute erbringen, nicht enthalten.

Er werde seine Meinung über den Gesundheitskompromiss auch in Zukunft sagen, stellte Seehofer klar. Er fügte hinzu: "Wo sind wir denn eigentlich. Ich lasse mir doch nicht vorschreiben, ob ich meine Meinung sage." Er werde politisch als Einzelkämpfer weitermachen, kündigte der Politiker an. Sein Verbündeter sei "die Ansicht der Bevölkerung".

Auch der saarländische Ministerpräsident Peter Müller (CDU) nannte den von der Unions-Führung beschlossenen Gesundheitskompromiss "nicht optimal". In der N24-Sendung "Studio Friedman" sagte Müller am Donnerstagabend: "Mich stört die Festschreibung des Arbeitgeberanteils in der Krankenversicherung. Ich hätte mir das anders vorgestellt, halte es aber für vertretbar, denn mehr ist im Moment nicht möglich". Die Union sei aber noch nicht "am Ende der Debatte".

Wolfgang Zöller neuer Unions-Fraktionsvize

Der CSU-Gesundheitsexperte Wolfgang Zöller ist neuer stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Die CSU-Landesgruppe wählte den 62-Jährigen am Freitag zum Nachfolger von Horst Seehofer, der das Amt zu Wochenbeginn wegen seiner Ablehnung des Unions-Gesundheitskompromisses abgegeben hatte.

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