Bundestagswahl 2006

"Deutsche Partei" macht Druck für breites rechtes Wahlbündnis

Unmittelbar vor dem Parteitag der rechtsextremen Republikaner am kommenden Wochenende geht der Partei ein wichtiger Bündnispartner verloren. Wie die "Berliner Zeitung" berichtet, hat die Deutsche Partei (DP) das erst vor vier Wochen als Gegenmodell zur NPD-DVU-Allianz gebildete Bündnis mit den Republikanern und der Deutschen Sozialen Union (DSU) verlassen. "Ein Bündnis zu dieser Zeit verringert die Chancen für nationale Parteien, im Jahr 2006 unter einer gemeinsamen Liste in den Bundestag einzuziehen", heißt es in einer Erklärung des DP-Parteivorstandes. Die "Deutsche Partei" strebt für die Bundestagswahl offenbar ein breites Bündnis mit den Republikanern, der NPD, der DSU und der DVU an.

Erneute Verhandlungen mit den Republikanern über eine Zusammenarbeit seien erst wieder möglich, wenn die Partei ihre Abgrenzungsbeschluss gegenüber NPD und DVU aufhebe, erklärt der DP-Vorstand. Damit wächst kurz vor dem Parteitag der Druck auf die Führung der Republikaner, von ihrem strikten Anti-NPD/DVU-Kurs abzurücken. Nach Informationen der Zeitung wollen mehrere REP-Mitglieder auf dem Parteitag die Aufhebung der so genannten Ruhstorfer Resolution aus dem Jahre 1990 beantragen, mit der sich die Republikaner damals vom rechten Rand abgrenzen wollten und die bis heute eine Kooperation mit NPD und DVU verhindert.

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