2004 mehr als neue 100 Fischarten entdeckt
Tiefsee-Fische durch Schleppnetzfischerei stark bedroht
Auf der vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) ausgerichteten Veranstaltung diskutieren bis Mittwoch mehr als 200 Wissenschaftler aus aller Welt neue Forschungsergebnisse zur Zählung der Artenvielfalt im Meer. Die Bewahrung der Biodiversität sei ein wesentliches Ziel des Meeresumweltschutzes, betonte BSH-Präsident Peter Ehlers. Unabdingbare Voraussetzung seien ausreichende Kenntnisse über die marinen Lebewesen. Daher sei eine weltweite wissenschaftliche Zusammenarbeit notwendig, um die an den verschiedenen Stellen vorhandenen Daten und Datensysteme zusammenzuführen.
Der WWF forderte anlässlich der Tagung einen Schutz empfindlicher Gebiete vor der Schleppnetzfischerei in internationalen Gewässern. Nur so könnten die besonders artenreichen Korallenriffe und Seeberge vor "Kahlschlag" geschützt werden, sagte WWF-Fischereireferentin Stefanie Schmidt. Während sich Wissenschaftler noch über neue Artenfunde freuten, walzten im gleichen Augenblick riesige Bodenschleppnetze der Fischereiindustrie den Lebensraum dieser Tiere im einem Streich nieder.
Der WWF sprach sich dafür aus, die Auswirkungen der Fischerei auf die Bestände umfassend und zeitnah festzustellen. Bis vor einigen Jahren seien Tiefseeriffe und -fische von der Fischerei weitgehend verschont geblieben. In den vergangenen zehn Jahren habe sich in der Tiefsee jedoch eine Fischerei entwickelt, die enorme Schäden an Lebensräumen und Fischbeständen hinterlasse.
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Am 29. Nov. 2004 unter:
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