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Computerspiele werden immer brutaler

Versagen der Selbstkontrolle

Im Handel werden nach ZDF-Recherchen immer brutalere Computerspiele angeboten. Bei den "menschenverachtenden Spielen" wie "Doom 3", "Mortal Kombat: Deadly Alliance", "Resident Evil" oder "Silent Scope 3" geht es beispielsweise um die realistische Darstellung von Auftragsmorden, Morden mit Kettensägen oder das grausame Verstümmeln von Frauen, so ein Bericht des Mainzer Magazins "Frontal 21" am Dienstag abend. Diese Spiele wurden den Angaben zufolge von den zuständigen Stellen, der Unabhängigen Selbstkontrolle (USK) und den Obersten Landesjugendbehörden (OLB) als nicht jugend-gefährdend eingestuft. Frühere Versionen dieser Videospiele seien dagegen indiziert worden.

Brandenburgs Innenminister Jörg Schönbohm (CDU) sprach von einem "unhaltbaren Zustand" und sieht "schnellen Handlungsbedarf". Er sagte nach Senderangaben in dem Magazin: "Wenn man sich überlegt, dass die Vorgängerspiele von einer ähnlichen Brutalität und Grausamkeit schon von der Bundesprüfstelle verboten wurden und jetzt nicht", dann müsse eingegriffen und etwas geändert werden.

Für den nordrhein-westfälischen Innenminister Fritz Behrens (SPD) stehen die Inhalte der Spiele "diametral den Wertentscheidungen unseres Grundgesetzes entgegen". Bayerns Innenminister Günther Beckstein (CSU) forderte in dem Magazin ein Herstellungsverbot. Der Staatsekretär im Bundesfamilienministerium, Peter Ruhenstroth-Bauer, kündigte eine Überprüfung des Gesetzesvollzuges an.

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