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Schnellfeuergewehr G3 tötet 1,5 Millionen Menschen

Filmtipp

Einen Film über die "Massenvernichtungswaffe" G3 und deren Opfer bringt der Fernseh-Sender "Südwest 3" am 8. Dezember. "Der Film will auf die dramatischen Folgen des Exportes und der Lizenzvergaben (Nachbaurechte) von Gewehren aufmerksam machen", so Jürgen Grässlin, Autor des Drehbuchs. Ausgangspunkt soll eine Demonstration vor dem Werkstor der Oberndorfer Waffenfirma Heckler & Koch sein. Das Schnellfeuergewehr G3 der Waffenfirma habe bisher mehr als 1,5 Millionen Menschen getötet, berichtet der Filmemacher Peter Ohlendorf zusammen mit Grässlin.

Ohlendorf zeichnet den Weg des Gewehrs G3 nach: von der Produktion in Deutschland bis zum Einsatzort in den Kurdengebieten der Türkei und in Somaliland. Im Südosten der Türkei hat das Filmteam kriegszerstörte Dörfer besichtigt. Familien wurden interviewt, die vor der türkischen Armee in die Millionenstadt Diyarbakir flohen.

Neben den Eindrücken aus der Türkei sind Kriegsfolgen in Somaliland zu sehen. "Ich begleite die Somalifrau Samiira zu dem Platz, an dem ihre Mutter mit einem Gewehr hingerichtet worden ist", berichtet Ohlendorf. Der Einheimische Abdirahman hat sein Bein durch G3-Beschuss verloren. "In Somaliland, dem nunmehr friedlichsten Land Afrikas, sind bis heute vielzählige Menschen verstümmelt oder schwer traumatisiert."

In Oberndorf würde inzwischen das Nachfolgewehr G36 produziert und eine völlig neue Gewehrgeneration (OICW) entwickelt. Ohlendorf beklagt, dass deutsche Kinder und Jugendliche als Egoshooter in Kriegscomputerspielen bereits das Töten und Morden übten, während auf der anderen Seite Menschen real betroffen seien.

Sendetermin ist Mittwoch, der 8. Dezember 2004, um 21:34 Uhr. Die 30-minütige Dokumentation ist im Programm unter "Das G3 im Visier. Auf den Spuren einer deutschen Waffe".

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