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"Eldorado" von Marius von Mayenburg uraufgeführt

Berliner Schaubühne

"Eldorado" heißt das neue Stück von Hausautor Marius von Mayenburg, das am Samstag in der Berliner Schaubühne uraufgeführt wurde. Regie hatte Thomas Ostermeier. Wer die Schaubühne kennt, erwartet unter diesem Titel natürlich keine romantisierende Darstellung einer schönen Welt innerhalb der schlechten. Viel eher vermutet er, dass es keine Insel gibt, die von der kapitalistischen Brandung verschont bliebe, dass das Paradies endgültig verloren ist. Und genau darum geht es in "Eldorado".

Mayenburg hat sich ein Pärchen ausgedacht, das aufs Land zieht, um dort das Glück zu finden: mit Haus, Garten, Bäumchen und Pflänzchen, "Liebe in der Hängematte" und einem "Kind fürs Kinderzimmer".

Als Anton arbeitslos wird, kann er ihr es nicht sagen. Als Thekla sich für ein Kind und gegen ihr Klavier entscheidet, bezieht sie ihn auch nicht ein. Am Ende drücken die Schulden, Thekla misstraut Anton und kommt doch nicht auf die Wahrheit, und Anton hört innere Stimmen - insbesondere die seines ehemaligen Chefs Aschenbrenner, die ihn in einen Selbstmordversuch treibt.

Bühnenbildner Jan Pappelbaum hat Baumstammattrappen errichtet, aus fahlem Herbstlaub ragt Theklas Klavier auf. In dieser Herbstlandschaft tauchen die Figuren weniger als Menschen auf, die sich ihre Positionen stets erarbeiten müssten, sondern sie sind eher Verkünder von Haltungen.

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