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Rüstungskonzern EADS betrachtet US-Markt als "Lackmustest"

Europäische Rüstungsholding

Der zu DaimlerChrysler gehörende, deutsch-französische Rüstungskonzern EADS und die Bundesregierung machen sich offenbar Gedanken über eine geeignete Strategie für eine weitere Konzentration der Rüstungsindustrie in Europa. Die EADS sieht eigenen Angaben zufolge eine angeblich von der Bundesregierung geplante europäische Rüstungs-Holding skeptisch. "Wir haben kein Interesse, Panzer oder Schiffe zu bauen", sagte EADS-Chef Rainer Hertrich am Dienstagabend in München. Der Konzern könne allerdings aus Wettbewerbsgründen und zum "Schutz eigener Interessen" durchaus Beteiligungen an Rüstungsunternehmen auch aus dem Bereich der Marine und des Heeres erwerben.

Vor dem Hintergrund der anstehenden Konsolidierung in der europäischen Rüstungsindustrie scheint die Bundesregierung mit der Rüstungsindustrie über eine mögliche Gründung einer Dachgesellschaft etwa für die französische Thales und die fusionierten deutschen Aktivitäten bei Marinewerften und der Heeresindustrie zu diskutieren.

EADS richtet Blick zugleich in die USA

Die EADS rechnet offenbar mit weiteren Aufträgen aus dem weltweit größten Rüstungsmarkt USA. "Wir wollen 2005 den Durchbruch im US-Verteidigungsmarkt erreichen", sagte Hertrich. Nächstes Jahr werde "so etwas wie der Lackmustest", ob die USA bereit seien, sich ausländischen Technologien zu öffnen.

Hertrich verwies auf Programme für einen Rettungs-Helikopter, einen Aufklärungs-Hubschrauber sowie einen leichten Transport-Hubschrauber, die in den USA im nächsten Jahr ausgeschrieben werden sollen. Darüber hinaus hoffe der Konzern, bei der angekündigten Neuausschreibung des Auftrags für Betankungsflugzeuge zum Zuge zu kommen.

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