Durchschnitts-Beitrag bleibt bei 14,2 Prozent

Höhere Zuzahlungen, aber keine geringeren Krankenkassen-Beiträge

Die meisten gesetzlich Krankenversicherten können zum 1. Januar 2005 nicht mit einer Beitragssenkung rechnen. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des ZDF-Wirtschaftsmagazins WISO unter allen bundesweit geöffneten gesetzlichen Krankenkassen. Nur 21 der 199 Krankenkassen in Deutschland werden im Januar 2005 von ihren Mitgliedern einen geringeren Beitragssatz verlangen. Zusammen versichern sie lediglich rund 2,64 Millionen Mitglieder. 166 Kassen werden ihren Beitragssatz zur Jahreswende nicht ändern. Sechs Kassen erhöhen ihre Beitragssätze (GEK, BKK Phönix, BKK Freudenberg, BKK Schott-Zeiss, Securvita BKK und BROSE BKK). Bei weiteren sechs gesetzlichen Krankenkassen steht eine Entscheidung noch aus. Damit müssen die meisten der 72,2 Millionen gesetzlich versicherten Deutschen unverändert hohe Beiträge zahlen, obwohl sie durch höhere Zuzahlungen und die Praxisgebühr stärker belastet werden.

Auch das Ziel, die Krankenkassenbeiträge bereits 2004 merklich zu senken, wurde verfehlt: Wie WISO ermittelte, beträgt der durchschnittliche Beitragssatz 14,2 Prozent. Die von Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) zuletzt angestrebte Absenkung des durchschnittlichen Beitragssatzes auf 13,6 Prozent Ende 2004 wurde somit nicht verwirklicht. Nur 40 Krankenkassen haben 2004 ihre Beiträge gesenkt. Von der durchschnittlichen Senkung um 0,4 Prozentpunkte profitierten mehr als 20 Millionen Versicherte. Drei Millionen Versicherte von 65 Kassen mussten hingegen Beitragssteigerungen um durchschnittlich 0,7 Prozentpunkte hinnehmen.

Ferner zeigte die Umfrage weiterhin große Beitragsunterschiede: So ließenn sich bei einem monatlichen Bruttogehalt von 2.750 Euro durch einen Krankenkassenwechsel von der IKK Bayern (15,7 Prozent) zur IKK-Direkkt (12,9 Prozent) im Jahr 462 Euro sparen.

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