Brandenburg/Lausitz

Häuserübergabe in Lacoma an Braunkohletagebau verweigert

Zur heutigen Barbarafeier der Braunkohlenwirtschaft in Cottbus erklärt René Schuster, Mitglied des Braunkohlenausschusses des Landes Brandenburg: "Es gibt keinen Grund den Lausitzer Braunkohlenbergbau zu bejubeln. Er hat seine Hausaufgaben nicht gemacht. Mit seinen derzeitigen Plänen und Vorhaben ist er für die Region nicht verträglich." Mit der Lacomaer Teichlandschaft will der Vattenfall-Konzern direkt vor den Toren der Stadt den landschaftlich wertvollsten Teil des Stadtgebietes zerstören. Damit würden der Stadt langfristige Entwicklungschancen genommen, aber nur kurzfristig Arbeitsplätze gesichert.

Am Mittwoch hat der Lacoma-Verein die Übergabe zweier bewohnter Grundstücke in Lacoma an Vattenfall verweigert. Der Konzern hatte die Nutzung des Ortes ohne Begründung vorzeitig beenden wollen. Der Lacoma-Verein erkennt diese Kündigung nicht an und beruft sich auf die noch laufenden Nutzungsverträge. "Vattenfall geht es hier gar nicht um Vorbereitungsmaßnahmen für den Tagebau. Es soll nur versucht werden, den Widerstand mundtot zu machen. Der noch ausstehenden Entscheidung über die Zukunft der Lacomaer Teiche darf aber nicht mit einer Zerstörung des Dorfes vorgegriffen werden." sagt Schuster.

Im laufenden Genehmigungsverfahren zur Beseitigung der Lacomaer Teiche steht die Stellungnahme der EU-Kommission immer noch aus. Mit einem Ergebnis des Verfahrens ist nicht vor Ende des ersten Quartals 2005 zu rechnen.

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