Breisgau
Erdbeben in Baden-Württemberg löst Diskussion über Atomkraftwerke aus
Die Erschütterungen des Bebens waren nach Angaben des Seismologen des Landesamtes, Wolfgang Brüstle, auch im Elsass, der Nordschweiz, in Bayern und Rheinland-Pfalz zu spüren. Nach dem ersten Erdstoß gegen 2.52 Uhr gab es mehrere Nachbeben mit einer Stärke von bis zu 2,7 auf der Richterskala. Hunderte besorgte Bürger meldeten sich bei den Polizeidienststellen und Feuerwehren und berichteten von den Erschütterungen. In der Umgebung von Stuttgart, etwa 100 Kilometer vom Erdbebenzentrum entfernt, liefen Menschen verschreckt auf die Straße.
Die Geologen rechnen nach eigenen Angaben in den nächsten Tagen mit weiteren Nachbeben, die sich vermutlich auf das Erdbebenzentrum bei Waldkirch beschränken. Umweltschützern zufolge sind in der betroffenen Region im Oberrheingraben auch schlimmere Beben jederzeit möglich.
Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) forderte wegen der Häufung von Beben am Ober- und Hochrhein die schnellstmögliche Abschaltung des "altersschwachen" Atomkraftwerkes Fessenheim. Während das fertiggestellte, technisch neuere deutsche AKW Mülheim-Kärlich wegen Erdbebengefahr nie in Betrieb genommen wurde, laufe das "Dauerexperiment Fessenheim" in der Gefahrenzone Oberrhein, krisitierte BUND-Regionalgeschäftsführer Südlicher Oberrhein, Axel Mayer. Die Pläne für ein atomares Endlager in Benken bezeichnete er zugleich als "gefährlich und verantwortungslos".
Der Oberrheingraben gilt als seismisch aktive Zone. Leichte Beben werden nach Angaben des Landesamtes häufig registriert, schwere Erdstöße sind dagegen selten. Das letzte starke Beben in der Region wurde am 22. Februar 2003 registriert und hatte ebenfalls die Stärke 5,4 auf der Richerskala. Das schwerste Beben mit Zentrum in Baden-Württemberg im Jahr 1978 hatte eine Stärke von 5,7 auf der Richterskala und verursachte schwere Gebäudeschäden in Albstadt.
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Am 06. Dez. 2004 unter:
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Minijobs vernichten nach Auffassung der Gewerkschaften Arbeitsplätze »

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