Pistolen für Guatemala

Ulmer Waffenfirma Carl Walther unter Schmuggelverdacht

Der Ulmer Waffenhersteller Carl Walther soll mit Hilfe von ausländischen Tarnfirmen illegal Waffen nach Guatemala geliefert haben. Wie das Nachrichtenmagazin "Focus" am Samstag vorab berichtete, wirft der ehemalige Walther-Generalvertreter in Guatemala der Firma in einer Klageschrift illegalen Waffenhandel und Betrug vor.

So sei 2003 unter anderem die deutsche Polizeipistole P 99 in das lateinamerikanische Land geliefert worden, obwohl das deutsche Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle den Export von Handfeuerwaffen wegen Menschenrechtsverletzungen in dem einstigen Bürgerkriegsland untersagt hatte. Zur Tarnung der illegalen Exporte sollen dem Magazin zufolge die Waffenhandelsfirmen Helvetic Arms in der Schweiz sowie Banzai aus Tschechien als Zwischenhändler aufgetreten sein.

Das Ulmer Unternehmen bestritt die Vorwürfe. "Ausfuhrbestimmungen sind nicht umgangen worden", sagte ein Firmenanwalt dem Magazin.

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