Verbraucherschutz
Dioxinwerte werden politisch gegen Agrarwende instrumentalisiert
"Eier sind heute nicht stärker mit Dioxin belastet als vor einem Monat", sagte Weiger. Seit Jahresanfang aber gibt es einen neuen Grenzwert dafür. Befürworter der Käfighaltung wie Niedersachsen, Baden-Württemberg und Bayern hätten keine rechtzeitigen und entsprechende Kontrollen durchgeführt oder Gegenmaßnahmen ergriffen.
Es gebe keine grundsätzliche Verbindung zwischen Freilandhaltung und Dioxin, so der Umweltverband. Das entdeckte Gift Dioxin mache deutlich, wie verbreitet Chemiegifte in der Umwelt bereits seien. Hühner hatten das Gift über Bodennahrung aufgenommen. Deshalb sei nicht Freilandhaltung zu verbieten, sondern Dioxin verseuchte Eier vom Markt zu nehmen und belastete Böden zu sanieren.
Massenhaft würden chemische Substanzen eingesetzt. Ändere sich das nicht, könnten langfristig keine Lebensmittel mehr unter natürlichen, artgerechten und gesunden Umständen produziert werden. "Das wäre nicht nur schlecht für unsere Ernährung, es würde auch gegen die Grundsätze des Tier- und Umweltschutzes verstoßen", sagte Weiger.
Die Dioxin-Gefahr bei Legehennen in Käfighaltung sei höher als bei Eiern aus Freilandhaltung. Mehrmals sei das Futter in Käfighaltung mit Dioxin verseucht gewesen. Andere chemische Stoffe wie Nikotin würden zur Desinfektion eingesetzt und hätten die Tiere vergiftet. Zusätzlich würden die Hennen in Legebatterien mit Antibiotika behandelt.
Ähnlich wie der Bund für Umwelt und Naturschutz äußerte sich der Deutsche Tierschutzbund: "Im Sinne eines umfassenden Verbraucher- und Tierschutzes darf es keine pauschalen Äußerungen geben, die nicht der Aufklärung, sondern allein der Diffamierung dienen."
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Am 17. Jan. 2005 unter:
verbraucherschutzStichworte:
« Automonopol überteuert Preise und schwächt Nachfrage
Umweltbundesamt will Missbrauch von Pflanzenschutzmitteln eindämmen »

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