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Eingebürgerten Türken droht Verlust deutscher Staatsangehörigkeit

Doppelte Staatsbürgerschaft

Zehntausenden in Deutschland eingebürgerten Türken droht der Verlust ihrer deutschen Staatsbürgerschaft. Grund ist nach Recherchen des NDR-Regionalmagazins "Hamburg Journal" der Umstand, dass viele Türken nach ihrer Einbürgerung zusätzlich einen türkischen Pass erworben hätten. Seit der Reform des Staatsangehörigkeitsgesetzes Anfang 2000 gelte die Regelung, dass Personen mit dem Erwerb einer weiteren Staatsbürgerschaft automatisch die deutsche Staatsangehörigkeit verlören, berichtete der NDR am Freitag vorab.

Die Fälle mehrten sich, da die jetzige türkische Regierung nicht mehr versuche, bei Auszügen aus Personenregistern die Tatsache der türkischen Wiedereinbürgerung zu verschleiern. Viele Türken hätten den zweiten Pass über das zuständige Konsulat erhalten. Die türkischen Konsularbeamten hätten die Antragsteller sogar dazu ermutigt, ihre türkische Staatsangehörigkeit zurückzuerlangen. Laut einer Konsulatsvertreterin sei nach türkischen Gesetzen eine doppelte Staatsbürgerschaft erlaubt, berichtet der NDR. Nach Angaben der türkischen Zeitung "Hürriyet" sollen rund 100 000 Türken in Deutschland betroffen sein.

Einer Sprecherin des Bundesinnenministeriums erklärte auf Anfrage des Senders, die türkische Regierung habe zugesagt, diese Praxis zu ändern. Die wieder ausgebürgerten Türken können laut Hamburger Ausländerbehörde einen Antrag auf Wiedereinbürgerung stellen. Für die Zwischenzeit müssten sie allerdings eine Aufenthaltserlaubnis beantragen.

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