"Lobby der Käfighalter"

Höhn bezeichnete Meldung zu "Dioxin-Eiern" als "falschen Alarm"

Nordrhein-Westfalens Umweltministerin Bärbel Höhn (Grüne) hat den angeblichen Fund dioxinbelasteter Eier aus Freilandhaltung in Niedersachsen als "falschen Alarm" bezeichnet. Dem in Köln erscheinenden "Sonntag-Express" sagte Höhn, diese Meldung sei vom niedersächsischen Umweltministerium im Nachhinein auf ein "Missverständnis" zurückgeführt worden.

Nach Angaben Höhns, die derzeit auch Vorsitzende der Agrarministerkonferenz ist, sei bei einem Treffen der Agrar-Staatssekretäre am Rande der Grünen Woche in Berlin über mögliche Überschreitungen des Dioxin-Grenzwertes in Eiern gesprochen worden. Dabei sei lediglich aus Baden-Württemberg in einem Fall eine Überschreitung gemeldet worden. Dieser Hof liege in der Nähe einer Fabrik.

Zugleich erneuerte Höhn ihre Kritik, dass die Meldung von angeblichen Dioxin-Eiern im Vorfeld der Grünen Woche bekannt wurde. Dass "diese Dioxin-Horrormärchen über Freilandeier" zu diesem Zeitpunkt verbreitet würden, sei vor dem Hintergrund zu sehen, dass 2007 die Käfighaltung in Deutschland verboten werden soll. "Da verteidigt die Lobby der Käfighalter ihre Wirtschaftsinteressen", sagte die Ministerin der Zeitung. Der Landwirtschaftsbetrieb in Baden-Württemberg, bei dem es Grenzwertüberschreitungen gegeben habe, liege in der Nähe einer Fabrik, so Höhn.

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