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Krankenhausärzte klagen über unzumutbare Arbeitsbedingungen

"Gesetz nicht zur Kenntnis genommen"

Der Ärzteverband Marburger Bund übte heftige Kritik an den Klinikarbeitgebern wegen der "unzumutbaren Arbeitsbedingungen für Krankenhausärzte". Trotz der Einführung des verbesserten Arbeitszeitgesetzes vor einem Jahr müssten viele Krankhausärzte nach wie vor "am Rande der körperlichen und geistigen Erschöpfung" Patienten versorgen, kritisierte der Verbandsvorsitzende Frank Ulrich Montgomery am Donnerstag in Berlin. Übermüdete Ärzte, die 30 Stunden am Stück arbeiten, stellten auch ein Risiko für Patienten dar, betonte er.

Seit dem 1. Januar 2004 wertet das Arbeitszeitgesetz den Bereitschaftsdienst nicht mehr als Ruhe-, sondern als Arbeitszeit, erläuterte Montgomery. Damit sollen überlange Arbeitszeiten von Ärzten vermieden werden.

Der Verbandsvorsitzende warf den Klinikarbeitgebern vor, diese Arbeitsschutzinteressen der Ärzte zu ignorieren. Das Gesetz werde nicht zur Kenntnis genommen und die Arbeitgeber verweigerten sich zudem einem Arbeitszeittarifvertrag für Klinikärzte, kritisierte er. In einem Brief an Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) fordert der Verband daher eine Kampagne der Gewerbeaufsicht für Krankenhäuser, mit der bessere Lösungen gefunden werden sollen.

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