Statt US-Medienfonds

Steuererlasse für Investoren deutscher Filme geplant

Für Investoren soll es künftig attraktiver werden, ihr Geld in deutsche Filme zu stecken. Die Bundesregierung arbeite derzeit an neuen Steuerregeln, um diese Investitionen zu unterstützen, berichtete die "Financial Times Deutschland". Ziel sei es, die bisherige Steuerbegünstigung von Medienfonds abzuschaffen, die überwiegend US-Produktionen zugute kommen, sagte Kulturstaatsministerin Christina Weiss der Zeitung. "In Deutschland eine Steuersubvention zu gewähren, damit in Amerika Filme produziert werden, kann nicht unser Ziel sein", betonte sie.

Weiss macht sich dem Bericht zufolge für neue Regeln nach britischem Vorbild stark. "Wir wollen das Sale-and-lease-back-Modell in Deutschland einführen, bei dem der Produzent seinen Film an Investoren verkauft und ihn anschließend zurückleast", sagte die Staatsministerin. Geldgeber könnten ihre Investitionen demnach steuermindernd abschreiben, wenn mindestens 35 Prozent in die heimische Branche fließen. Dieser Vorschlag solle auch Thema eines Treffens von Produzenten mit Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) am kommenden Mittwoch am Rande der Berlinale sein.

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