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Ausstellung zur Druckgraphik Max Beckmanns in Karlsruhe

Zersplitterte Perspektive

Eine umfassende Ausstellung zur Druckgraphik des deutschen Expressionisten Max Beckmann ist ab Samstag in Karlsruhe zu sehen. Die Staatliche Kunsthalle zeigt rund 130 Blätter aus der für Beckmanns Entwicklung entscheidenden Phase zwischen dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs im Jahr 1914 und dem Jahr 1924. Beckmann (1884 bis 1950) habe durch die Beschäftigung mit Kaltnadelradierung, Lithographie und Holzschnitt zu einer "neuen Formensprache" gefunden, betonten die Ausstellungsmacher am Donnerstag in Karlsruhe.

Der Künstler reagiere mit seiner Druckgraphik auf eine zu Bruch gegangene Welt: "Die Perspektive zersplittert, die Proportionen verschieben sich auf groteske Weise." In der Realität habe Beckmann den Schrecken des Grabenkrieges an der Ost- und Westfront erlebt, nachdem er sich freiwillig zum Sanitätsdienst gemeldet hatte. Die Radierung "Sturmangriff" erinnere an das Grauen des Krieges.

Die Ausstellung endet mit dem Jahr 1924, in dem sich Beckmann verstärkt der Malerei zuwandte. Knapp die Hälfte der gezeigten Blätter stammt aus dem Bestand der Kunsthalle. Die übrigen Werke sind Leihgaben unter anderem aus den Staatlichen Museen zu Berlin, der Kunsthalle Bremen, dem Städelschen Kunstinstitut Frankfurt, der Hamburger Kunsthalle, dem Sprengel Museum Hannover und der Staatsgalerie Stuttgart.

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