Zersplitterte Perspektive
Ausstellung zur Druckgraphik Max Beckmanns in Karlsruhe
Der Künstler reagiere mit seiner Druckgraphik auf eine zu Bruch gegangene Welt: "Die Perspektive zersplittert, die Proportionen verschieben sich auf groteske Weise." In der Realität habe Beckmann den Schrecken des Grabenkrieges an der Ost- und Westfront erlebt, nachdem er sich freiwillig zum Sanitätsdienst gemeldet hatte. Die Radierung "Sturmangriff" erinnere an das Grauen des Krieges.
Die Ausstellung endet mit dem Jahr 1924, in dem sich Beckmann verstärkt der Malerei zuwandte. Knapp die Hälfte der gezeigten Blätter stammt aus dem Bestand der Kunsthalle. Die übrigen Werke sind Leihgaben unter anderem aus den Staatlichen Museen zu Berlin, der Kunsthalle Bremen, dem Städelschen Kunstinstitut Frankfurt, der Hamburger Kunsthalle, dem Sprengel Museum Hannover und der Staatsgalerie Stuttgart.
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