Gentechnikgesetz
Gentechnik-Befürworter riskieren offenbar EU-Strafen bis 725.000 Euro täglich
"Der Schutz der gentechnikfreien Landwirtschaft ist auf Dauer nur möglich, wenn es klare Haftungsregeln bei der Verunreinigung von Feldern neben den Gentechnikäckern gibt", sagt der agrarpolitische Sprecher des BUND Hubert Weiger zu den Haftungsbestimmungen im Gentechnikgesetz. Unverzichtbar bleibe auch das öffentlich zugängliche Standortregister für alle Gentechnik-Felder in Deutschland.
Einwände der Länder richteten sich auch gegen Kosten der unabhängigen Kontrollen: Da es bei der Untersuchung von Genanbau um mögliche negative Effekte auf die Umwelt und die menschliche Gesundheit gehe, "ist es unerlässlich, dass Daten erhoben werden, die nicht interessengeleitet sind", sagt BUND-Gentechnikexpertin Heike Moldenhauer. Nach dem Gentechnikgesetz tragen die entstehenden Kosten für die Kontrollen "die Inverkehrbringer gentechnisch veränderter Organismen tragen". Außerdem müssen die Gentechnik-Bauern Maßnahmen gegen Verunreinigungen mit nicht gentechnikveränderten Pflanzen ergreifen.
Ginge es nach den Vorstellungen von CDU/CSU, FDP und einigen Teilen der SPD, müssten Bauern und Verbraucher für die Risiken der Agro-Gentechnik aufkommen. Denn keine Versicherung und auch kein Biotech-Unternehmen sei bereit, die Kosten für eventuelle Schäden durch Verunreinigungen zu tragen.
Das Gentechnikgesetz war durch die abzuzeichnende Blockade im Bundesrat 2004 in zwei Teile gesplittet worden, sagt BUND-Sprecher Rüdiger Rosenthal. Der zweite Teil, der im Bundestag jetzt zur Beratung anstehende, unterliege der Zustimmungspflicht des Bundesrates.
Zeige Deinen Kontakten bei Google und Facebook, dass Dir dieser Beitrag gefällt!
Am 18. Feb. 2005 unter:
umweltStichworte:
« Aslyrecht zu "pauschal" - wieder Einzelfallprüfungen
Leutheusser-Schnarrenberger sieht Grundlagen der Demokratie bedroht »
Unterstützen Sie uns, damit wir ohne störende Werbung gelesen werden können. Ihre freie kostenlose Internetzeitung!
Setzen Sie Banner und Links auf Ihre Seite. Bookmarken Sie uns, und helfen Sie so mit der Verbreitung der wichtigen Inhalte.
Wir suchen Journalisten bzw. Autoren, die Lust haben, die Internet-Zeitung ngo-online gemeinsam zu einer starken Alternative zu den Mainstream-Medien aufzubauen. Machen Sie mit ..MITMACHEN
Platzieren Sie
Ihre Werbung hier
- Nachhaltige Geldanlage - Grünes Geld Berlin
- Griechenlands Insolvenz
- Burnout Symptome erkennen - Checkliste als Hilfe
- NRW Justiz: Die Landesregierung ist gefordert
- Senioren: Alt ist, wenn man Seniorenresidenz googelt
- Christian Wulff - Wenn Machtmenschen menscheln
- Diskurs der Rechtspopulisten über Israel
- Photovoltaik-Zubau in Deutschland
- Versammlungsfreiheit - ausschlaggebende Grundlage der Verfassung
- „Cottbus Nazifrei!“ - DASS ist ein MUSS
