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Deutschland räumt die Minen des Irak-Krieges weg

"Humanitäres Minenräumen"

Das Auswärtige Amt stattet die deutsche Hilfsorganisation HELP e.V. aus "Mitteln für humanitäres Minenräumen" mit 674.000 Euro aus, um vor allem im Großraum Bagdad Minen und Blindgänger aus dem Irak-Krieg zu beseitigen. Das teilte der neue Beauftragte der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und Humanitäre Hilfe, Tom Koenigs, ein alter politischer Weggefährte von Außenminister Joseph Fischer, am Mittwoch mit, während US-Präsident George W. Bush Deutschland besuchte. Nach Angaben von Koenigs ist die Bundesregierung entschlossen, "den irakischen Wiederaufbau zu unterstützen und dabei zu helfen, angemessene Lebensbedingungen für die irakische Bevölkerung zu schaffen". Dazu gehöre die Beseitigung von Minen und Munitionsresten, welche die Bevölkerung bedrohen und den wirtschaftlichen Wiederaufbau beeinträchtigen.

"Minen und Blindgänger aus Kriegen sind eine der schlimmsten Hypotheken für den Wiederaufbau zerstörter Länder", so Koenigs. "Die von ihnen ausgehende Gefahr behindert auch den Wiederaufbau des Irak."

Das Projekt zum Räumen von Minen und Blindgängern konzentriert sich nach Angaben des Auswärtigen Amtes auf den Großraum Bagdad und wird bereits seit dem Jahr 2003 gefördert. Mit Hilfe internationaler Experten sei in den vergangenen Monaten in Amman qualifiziertes Personal ausgebildet worden, das in der Lage sei, "die gefährlichen Hinterlassenschaften mehrerer Kriege zu beseitigen". Allein bis zum September 2004 wurden 1 Million Quadratmeter Land geräumt und 14 Tonnen Minen, Blindgänger und Munition zerstört, heißt es.

Wegen "der weiter angespannten Sicherheitslage im Irak", so Koenigs, werde das Vorhaben durch die internationalen Experten von Amman/Jordanien aus geleitet.

Die finanzielle Unterstützung des Auswärtigen Amts für das humanitäre Minenräumen im Irak erhöht sich damit eigenen Angaben zufolge auf vier Millionen Euro in den letzten zwei Jahren. Insgesamt stünden dem Auswärtigen Amt im Jahr 2005 für das humanitäre Minenräumen 17,7 Millionen Euro zur Verfügung. Deutschland erfülle damit seine Verpflichtungen aus dem Ottawa-Übereinkommen und sei weiter "einer der wichtigsten Geber beim humanitären Minenräumen weltweit".

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