Braunkohle
Mehr Dörfer sollen dem Lausitzer Tagebau zum Opfer fallen
Es sei eine "Anmaßung" des Lausitzer Gewerkschaftsführers, von neuen Tagebauen zu sprechen, ohne dazu zu sagen, welche Dörfer für den Tagebau umgesiedelt werden müssten, sagte René Schuster, der Vorsitzender des Vereins "Lacoma". Lacoma ist eines der schon für den Tagebau geräumten Dörfer. Schuster vertritt die Grüne Liga im Braunkohlenausschuss des Landes Brandenburg.
"Perspektivisch muss man über den Aufschluss neuer Tagebaue nachdenken" zitiert Schuster den Gewerkschaftsführer Ulrich Freese aus der Sächsischen Zeitung. Ulrich Freese sei gleichzeitig stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates von Vattenfall Europe Mining - dem Konzern, der den Tagebau betreibt. Mögliche Abbaufelder sehe er im Süden von Cottbus sowie zwischen Guben und Lieberose. Da liege noch Kohle "ohne Ende".
Der Tagebau existiert in der Lausitz-Region seit DDR-Zeiten. Auch damals habe man daran gedacht, die Abbaugebiete "Cottbus-Süd" und "Jänschwalde-Nord" "auszukohlen", sagt Schuster. Drei Orte müssten nach den Ideen verschwinden. Auch bei anderen Abbau-Regionen müssten Orte verschwinden und umgesiedelt werden.
"Das kann nicht die Antwort des 21. Jahrhunderts auf die Frage nach der Sicherung des deutschen Energiehungers sein", sagte Schuster. Der Umweltverband forderte die Bürger der Region auf, den Tagebau nicht zu unterstützen und erneuerbare Energien zu födern. "Der Wechsel zu einem Öko-Stromanbieter ist ein Schritt, den jeder Verbraucher gehen kann", sagte Schuster. Dies sei durchaus bezahlbar und nutze auch der regionalen Wirtschaft. Schon jetzt sicherten erneuerbare Energien etwa 2000 Arbeitsplätze im Süden von Brandenburg. Die Tendenz sei steigend.
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Am 28. Feb. 2005 unter:
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