Elbehochwasser

Umweltbundesamt will weiterhin Neubauverbot wegen Hochwasserschutz

Der Präsident des Umweltbundesamtes, Andreas Troge, warnt im Streit um das Hochwasserschutzgesetz vor einem faulen Kompromiss. Wer das geplante Neubauverbot in flussnahen Gebieten kippe, zerstöre das Fundament des ganzen Gesetzes, sagte Troge der "Berliner Zeitung". "Wir hätten dann aus den Fehlern der Vergangenheit nichts gelernt. Das wäre eine Kapitulation vor dem Hochwasser", sagte Troge. Angesichts der schrumpfenden Bevölkerung, des anhaltenden Flächenverbrauchs und der Zersiedelung der Landschaft habe es keinen Sinn, ausgerechnet in flussnahen Regionen Neubaugebiete auszuweisen, sagte Troge weiter.

Scharf kritisierte Troge die Länder. "Einige Länder verweigern sich einem effektiven Hochwasserschutz", sagte er. Die gegenwärtige Blockade des Gesetzes sei unverantwortlich. "Wir dürfen den großen Konsens, der nach dem Elbehochwasser bestand, nicht aufkündigen", forderte er. Während der Flut 2002 habe man gesehen, welche katastrophalen Folgen Hochwasser haben könne.

Wegen des Klimawandels würden derartige Ereignisse noch zunehmen, eine ausreichende Vorsorge sei also dringend nötig. Troge äußerte sich wenige Tage vor der dritten Elbministerkonferenz, die am Donnerstag in Dresden stattfindet.

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