Tierschutz
EU-Umweltminister beraten über Importverbot von Kaninchen
Die Europäische Union ist mit über 90 Prozent am weltweiten Vogelhandel beteiligt. Alljährlich werden rund 1 Million Wildvögel für den europäischen Markt importiert, wobei Deutschland der größte Importeur ist. Mit dem Vogelhandel ist unbeschreibliches Tierleid verbunden. Bereits beim Fang und Transport verenden unzählige Tiere an ihren Verletzungen oder vor Erschöpfung. Die anschließende, oftmals völlig artwidrige Haltung der Tiere im Zoofachhandel oder den Wohnzimmern der "Endverbraucher" ist häufig nur die Fortsetzung ihres Martyriums.
Erstmals bestehe laut Tierschutzbund nun die historische Chance, dieses Tierleid zu beenden. Aufgrund der hohen Importzahl komme der deutschen Bundesregierung dabei eine besonders verantwortungsvolle Rolle zu. Ein Verbot des Wildvogelhandels sei nicht nur aus Tierschutzgründen, sondern auch aus Gründen des Artenschutzes und der Gesundheitsfürsorge zwingend notwendig. Der natürliche Bestand zahlreicher Vogelarten ist durch den Wildvogelhandel gefährdet. Dieser Problematik haben die rechtlichen Instrumente des europäischen Artenschutzes, wie die EU-Artenschutzverordnung, das Washingtoner Artenschutzübereinkommen oder die EU-Vogelschutzrichtlinie nichts entgegenzusetzen.
Die in der Wildnis gefangenen Vögel können zudem Träger gefährlicher Krankheitserreger sein. Die WHO befürchtet insbesondere ein Übergreifen des Vogelgrippe-Virus auf den Menschen. Ihre Warnungen vor einer weltweit verheerenden Grippe-Epidemie mit möglicherweise Millionen Toten müssten ernst genommen werden, meint der Tierschutzbund. Eine Fortführung des Wildvogelhandels sei nicht verantwortbar, da dieser zu einer unkontrollierten Ausbreitung von Krankheiten beitragen kann.
Zeige Deinen Kontakten bei Google und Facebook, dass Dir dieser Beitrag gefällt!
Am 10. Mär. 2005 unter:
artenschutzStichworte:
« Hamburger Schüler helfen mit Recyclingpapier Wälder zu schützen
Österreich kritisiert Zulassung von Monsanto-Mais in Brüssel »
Unterstützen Sie uns, damit wir ohne störende Werbung gelesen werden können. Ihre freie kostenlose Internetzeitung!
Setzen Sie Banner und Links auf Ihre Seite. Bookmarken Sie uns, und helfen Sie so mit der Verbreitung der wichtigen Inhalte.
Wir suchen Journalisten bzw. Autoren, die Lust haben, die Internet-Zeitung ngo-online gemeinsam zu einer starken Alternative zu den Mainstream-Medien aufzubauen. Machen Sie mit ..MITMACHEN
Platzieren Sie
Ihre Werbung hier
- Nachhaltige Geldanlage - Grünes Geld Berlin
- Griechenlands Insolvenz
- Burnout Symptome erkennen - Checkliste als Hilfe
- NRW Justiz: Die Landesregierung ist gefordert
- Senioren: Alt ist, wenn man Seniorenresidenz googelt
- Christian Wulff - Wenn Machtmenschen menscheln
- Diskurs der Rechtspopulisten über Israel
- Photovoltaik-Zubau in Deutschland
- Versammlungsfreiheit - ausschlaggebende Grundlage der Verfassung
- „Cottbus Nazifrei!“ - DASS ist ein MUSS
