Europa
Schröder plant angeblich Rückzieher vom Klimaschutzziel auf EU-Gipfel
"Schröder kann nicht bei jedem wichtigen Umweltproblem einknicken", sagt Greenpeace-Klima-Expertin Gabriela von Goerne. "Beim Besuch von Präsident Bush letzten Monat hat er sich noch als Klimaretter dargestellt. Heute will er von seinen eigenen Klimaschutzforderungen nichts mehr wissen." Greenpeace fordert Bundeskanzler Schröder auf, sich in der EU für das 30-Prozent-Ziel einzusetzen.
Auf dem EU-Gipfel der Regierungschefs von 22. bis 23. März entscheidet die EU darüber, wie es nach Ablauf der ersten Runde des Kyoto-Protokolls ab 2012 weitergehen soll. Dabei soll geklärt werden, wie sehr der Ausstoß von Treibhausgasen verringert werden soll.
"Deutschland darf seine Führungsrolle in Sachen Klimaschutz nicht aufgeben", fordert von Goerne. Noch vor einer Woche hatte Umweltminister Jürgen Trittin sich für das Ziel eingesetzt, in der EU den Ausstoß an Treibhausgasen um 30 Prozent zu verringern. Deutschland hatte angekündigt, seinen Ausstoß dann um 40 Prozent zu senken. Mit der Aufgabe des EU-Ziels wäre auch das deutsche Ziel hinfällig.
"Sowohl Schröder als auch Trittin wissen, dass diese Senkungen dringend nötig sind, um uns vor den schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels zu bewahren", so von Goerne. "Von diesen Zielen darf nicht wegen kurzfristiger wirtschaftlicher Interessen abgerückt werden."
Bis zur Mitte dieses Jahrhunderts müssen die Industrieländer ihren Treibhausgasausstoß um 80 Prozent verringern. Nach Berechnungen von Klimaexperten lassen sich nur so gefährliche Folgen Klimawandels und damit einhergehende Kosten begrenzen.
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Am 17. Mär. 2005 unter:
politikStichworte:
« Unfallrisiko auf der Ostsee soll verringert werden
GEO-Bildband "Natur in Deutschland" zwischen Nordsee und Alpen »

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