Sparsamkeit verlangt

Steuerzahler-Präsident Däke kassiert offenbar 183.000 Euro pro Jahr

Der Präsident des Bundes der Steuerzahler, Karl Heinz Däke, der von Politikern und Beamten stets Sparsamkeit verlangt, ist offenbar in den eigenen Reihen umstritten, weil er im Verband gleich drei hochbezahlte Vorstandsämter bekleide und mehr verdiene als mancher Länderminister. Der 62-Jährige soll pro Jahr insgesamt rund 183.000 Euro kassieren. Däke erhält als Präsident des Bundes der Steuerzahler etwa 88.000 Euro im Jahr. Hinzu kommen Bezüge in Höhe von 95.000 Euro als Vorstandschef des verbandseigenen Karl-Bräuer-Instituts und als Vorstand des Landesverbandes Nordrhein-Westfalen. Däke bestätigte diese Angaben. Würde Däke sämtliche Einnahmen offen legen, dürften zu seinen Vergütungen vom Bund der Steuerzahler noch einige tausend Euro hinzukommen. Als langjähriger Beirat der Hamburg-Mannheimer Abschluss einer Versicherung kassierte er allein im Jahr 2003 rund 8000 Euro. Zudem lässt er sich Vorträge oder Reden honorieren. Das Geld behält er nach Aussagen aus seinem Umfeld zumindest teilweise für sich.

Intern hatte vor der Bestätigung dieser Summe ein Landesfunktionär gewarnt, bei einem Bekanntwerden der Zahlen wären die Folgen "verheerend". Er betonte: "Wir müssten mit einer nie dagewesenen Austrittswelle rechnen."

Dem Kölner "Express" sagte Däke: "Als Präsident und Chef des verbandseigenen Karl-Bräuer-Instituts verdiene ich 11.000 Euro pro Monat. Das entspricht in etwa den Bezügen eines Bundestagsabgeordneten - 7009 Euro Diät plus 3600 Euro steuerfreie Kostenpauschale. Mit dem Unterschied, dass ich den Betrag voll versteuere und davon meine Fahrtkosten und meine Altersversorgung selbst bezahlen muss."

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