Osterverkehr

Hälfte der Kinder über sechs Jahre im Auto unzureichend gesichert

Bundesverkehrsminister Dr. Manfred Stolpe sagte am Donnerstag: "Mehr als die Hälfte aller Kinder über 6 Jahre ist im Auto überhaupt nicht oder nicht ausreichend gesichert. Das ist eine erschreckend hohe Zahl. Durch richtige Kindersitze und konsequentes Anschnallen auch bei kurzen Strecken können Eltern viel für die Sicherheit ihrer Kinder tun". Noch immer werden zu viele Kinder im Straßenverkehr getötet. Das gehe aus der aktuellen Verkehrsstatistik hervor.

Stolpe sprach von einer zweigeteilten Entwicklung: "Wir können erfreulicherweise feststellen, dass Kinder bis zu ihrem 5. Lebensjahr im Auto altersgerecht gesichert werden. Mehr als 90 Prozent der Eltern achten bei Kurz- und Langstreckenfahrten auf die Sicherheit ihres Nachwuchses. In dieser Altersgruppe können wir seit Jahren einen Kontinuierlichen Sicherheitsgewinn verbuchen. Anders sieht es leider bei den älteren Kindern aus. Hier lässt die Sorgfalt der Eltern deutlich nach. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Anschnallzahlen bei den Kindern über 6 um 2 bis 7 Prozent zurückgegangen. Trotz dieser uneinheitlichen Entwicklung zog Stolpe insgesamt eine positive Bilanz: Durch eine konsequente Verkehrssicherheitspolitik und durch technische Innovationen sei die Zahl der im Straßenverkehr getöteten Personen seit 1970 um mehr als 70 Prozent zurückgegangen, obwohl sich seitdem der Kfz-Bestand und die Fahrleistungen in Deutschland mehr als verdreifacht haben. Die Tendenz der Unfälle mit Verkehrstoten ist rückläufig. Das belegten auch Zahlen aus den letzten Jahren. Die Zahlen im Einzelnen: 2002 gab es 6842 Verkehrstote, 2003 6613 und 2004 5800. Unter den Toten waren Kinder unter 15 Jahren: 2002 216, 2003 208 und 2004 150. Die Zahlen für 2004 sind dabei noch Schätzungen, genaue Werte liegen im Sommer vor. An die Eltern und Kinder appellierte Bundesminister Dr. Manfred Stolpe, selbst bei kürzesten Strecken sich richtig zu sichern und auch bei größeren Kindern darauf zu achten, dass passende Sicherungssysteme vorhanden sind: "Sie haben es in der Hand, ihr Kind sicher ans Ziel zu bringen," so der Minister.

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