Niedrige pH-Werte

Bauernverband fordert schnelle Reaktion auf massive Waldschäden

Der Deutsche Bauernverband (DBV) fordert schnelle Reaktionen auf das wieder zunehmende Waldsterben. Laut "Waldzustandsbericht 2004" weist mit nur noch 28 Prozent gerade einmal ein gutes Viertel aller Bäume keine sichtbaren Schäden auf - so wenig wie noch nie. Umgekehrt muss mit 31 Prozent ein knappes Drittel des Baumbestandes als stark geschädigt gelten - so viel wie noch nie seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 1984.

Die jetzt von der in Bonn tagenden Agrarministerkonferenz beschlossenen Maßnahmen griffen zu kurz, kritisierte der Verband am Donnerstag in Berlin. Die Minister hatten sich auf eine Bund/Länder-Expertengruppe verständigt, die anhand des Waldzustandsberichtes Vorschläge erarbeiten und sie der nächsten Agrarministerkonferenz im Herbst vorlegen soll.

Eine Entscheidung im Herbst nutze aber dem Wald in dieser Vegetationsperiode wenig, betonte der Bauernverband. Effektive Maßnahmen zur Verbesserung des Waldzustandes wie beispielsweise Kalkungen müssten noch vor der Vegetationsperiode ergriffen werden. Schließlich sei eine Hauptursache für die Anfälligkeit der Bäume die Schwächung der Wälder durch versauerte Böden.

Durch niedrige pH-Werte werden laut DBV Schwermetalle im Boden frei gesetzt, die die Baumwurzeln schädigen und die Qualität des Trinkwassers beeinträchtigen können. Eine Maßnahme, die schnelle Abhilfe schaffen könne, sei die Kalkung der Böden. Diese Aktion könnte über die Grundwasserabgabe finanziert werden, die in einigen Bundesländern erhoben wird.

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