Nahrungsmittel
Nicht zugelassener Süßmais mit Antibiotika-Resistenzgen außer Kontrolle
Die "Verwechslung der Genkonstrukte" sei dem Konzern über mindestens vier Jahre hinweg bereits bei der Saatgutvermehrung unterlaufen, schreibt das Institut. Das Saatgut sei an US-Landwirte verkauft worden.
Der Genmais "Bt10" enthält nach Darstellung des Münchener Umweltinstituts Resistenzgene gegen das Antibiotikum Ampicillin, das in der Humanmedizin weit verbreitet sei. Der Verzehr von Produkten, die Anitbiotikaresistenzgene enthalten, könne demnach dazu führen, dass die entsprechenden Antibiotika nicht mehr wirken.
Die Regierungen der bisher betroffenen 12 Länder hätten "wegen der von Syngenta vorgegaukelten Ungefährlichkeit von Bt10" auf Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung verzichtet. Die europäische Lebensmittelsicherheitsbehörde EFSA empfehle, diese Resistenzgene nur noch im Rahmen von Freisetzungsversuchen zu erlauben, nicht jedoch bei kommerziell angebauten genmanipulierten Pflanzen. "Bt10" wäre daher in der EU nie zugelassen worden, schreibt das Institut.
Nach Auffassung von Andreas Bauer vom Umweltinstitut München haben Antibiotikaresistenzgene "nichts in der Nahrung verloren". Die europäischen, aber auch die deutschen Behörden seien nun in der Pflicht, umgehend zu handeln.
Der Skandal werfe gravierende Fragen über die Möglichkeit auf, gentechnisch veränderte Pflanzen unter Kontrolle zu halten. "Die Regierungen Europas müssen daher das Anbau-Moratorium wieder in Kraft setzen", fordert Bauer. Sie sollten sich zudem "überlegen, ob die vollmundig gepriesene Koexistenz nicht reine Augenwischerei ist."
Zeige Deinen Kontakten bei Google und Facebook, dass Dir dieser Beitrag gefällt!
Am 30. Mär. 2005 unter:
nachrichtenStichworte:
« "Drastische Emissionsreduktionen" durch Bio-Ethanol
Gesetzliche Neuregelungen ab dem 1. April 2005 »
Unterstützen Sie uns, damit wir ohne störende Werbung gelesen werden können. Ihre freie kostenlose Internetzeitung!
Setzen Sie Banner und Links auf Ihre Seite. Bookmarken Sie uns, und helfen Sie so mit der Verbreitung der wichtigen Inhalte.
Wir suchen Journalisten bzw. Autoren, die Lust haben, die Internet-Zeitung ngo-online gemeinsam zu einer starken Alternative zu den Mainstream-Medien aufzubauen. Machen Sie mit ..MITMACHEN
Platzieren Sie
Ihre Werbung hier
- Christian Wulff - Wenn Machtmenschen menscheln
- Diskurs der Rechtspopulisten über Israel
- Photovoltaik-Zubau in Deutschland
- Versammlungsfreiheit - ausschlaggebende Grundlage der Verfassung
- „Cottbus Nazifrei!“ - DASS ist ein MUSS
- Arbeitsrecht: EuGH Urteil enttäuscht
- Finca Mallorca und andere Schnäppchen
- Windenergie wieder auf gutem Weg
- Erklärung Hans-Christian Ströbeles zum ISAF-Mandat
- Private Equity Engagement | Europäischen Investitionsbank in der Kritik
