"Gesprächsbereit"

DGB-Chef Sommer will Unternehmenssteuern senken

Vor dem so genannten "Reformgipfel" von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) mit der Union hat sich DGB-Chef Michael Sommer gesprächsbereit für eine Unternehmenssteuerreform gezeigt. Voraussetzung sei, dass eine solche Reform zu "mehr Steuergerechtigkeit" und "mehr Investitionen" führe, sagte der Gewerkschafter der "Berliner Zeitung". Er sei auch grundsätzlich bereit, über eine Senkung der Steuersätze zu reden. Allerdings erwarte er, dass die Unternehmen dann weniger Ausnahmen geltend machen könnten. Insgesamt müsse das Steueraufkommen gleich bleiben.

"Was ich will, ist dass die Firmen, die heute in Deutschland Steuern zahlen, im Zweifelsfall weniger Steuern zahlen. Aber die, die heute nichts oder zu wenig zahlen, sollen dafür in Zukunft einen Beitrag leisten", sagte Sommer. Gerade unter den Großunternehmen gebe es viele, die derzeit so gut wie keine Steuern zahlten.

"Und leider stimmt ja die frühere Wortreihe 'Die Gewinne von gestern sind die Investitionen von heute sind die Arbeitsplätze von morgen' schon seit zehn Jahren nicht mehr."

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