Gegen Altersgrenzen

Senioren-Union kritisiert Altersdiskriminierung

Ältere Leute werden nach Ansicht der Senioren-Union der CDU in Deutschland systematisch diskriminiert. So habe nur ein Drittel der über 55-Jährigen noch einen Arbeitsplatz. Und auch in vielen ehrenamtlichen Funktionen gebe es Altersgrenzen, kritisierte der Bundesvorsitzende der Vereinigung, Otto Wulff, am Freitag auf einer Vorstandstagung in Warnemünde.

Das sei in einer Gesellschaft, die vor einem demografischen Wandel stehe, sozial- und wirtschaftspolitisch nicht mehr zu vertreten, meint Wulff. Obwohl die Gesellschaft immer älter werde, beschäftigten zwei Drittel der Unternehmen mittlerweile keine über 50-Jährigen mehr.

Ärzte verlören im Alter ihre Approbation, 70-Jährige dürften keine Schöffen mehr sein und Forscher verließen mit 65 die Universität, um im Ausland weiter lehren zu können. Solche Vorschriften gehören nach Auffassung des Verbandsvorsitzenden nicht mehr in die aktuelle Welt. Ältere müssten mit ihren Erfahrungen mehr denn je als Mentoren eingebunden werden.

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