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Lafontaine will offenbar den Sozialdemokraten den Rücken kehren

"Brutale Enteignung der Arbeitnehmer"

Der langjährige Hoffnungsträger und Vorsitzende der SPD, Oskar Lafontaine, will offenbar die Partei verlassen. Nach dem tiefgreifenden Zerwürfnis mit der Berliner SPD-Spitze sieht er nach Informationen der "Saarbrücker Zeitung" für sich keine Zukunft mehr in der SPD. Es werde damit gerechnet, dass Lafontaine nach der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen in die neue Linkspartei "Wahlalternative Arbeit & soziale Gerechtigkeit" eintreten werde, schrieb das Blatt.

Lafontaine selbst bestätigte der Zeitung entsprechende Überlegungen. Er werde der SPD den Rücken kehren, wenn sich an der Politik von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) nichts ändere. "Das ist entschieden, daran gibt es nichts mehr zu rütteln."

Er könne die rot-grüne "Politik des Sozialabbaus" nicht länger vertreten. Lafontaine fügte hinzu, er sei nicht vor nahezu 40 Jahren in die SPD eingetreten, um für die "brutale Enteignung der Arbeitnehmer" seine Hand zu heben. Die Politik der Regierung von Schröder und Außenminister Joschka Fischer habe nichts mehr mit seinem Verständnis von sozialdemokratischer Politik zu tun.

Da die rot-grüne Bundesregierung ebenso wie die Berliner SPD-Führung um Parteichef Franz Müntefering fest entschlossen sei, den "Reformkurs" fortzusetzen, gelte Lafontaines Abgang als sicher, schreibt die Zeitung.

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