Braunkohle

Umweltschützer protestieren gegen Vattenfall

Der schwedische Energiekonzern Vattenfall zerstört wichtige Teichlandschaften durch den Braunkohleabbau: Am Mittwoch protestierten Aktivisten der Umweltorganisation Robin Wood und der Initiativgruppe "Freunde von Lacoma" am Mittwoch gemeinsam vor den Nordischen Botschaften in Berlin gegen den Braunkohletagebau und gegen die Zerstörung des ökologisch wertvollen Teichgebietes von Lacoma bei Cottbus. Die AktivistInnen entrollten Transparente mit den Aufschriften: "Keine neuen Kohlelöcher - Rettet die Teichlandschaft von Lacoma" und "Vattenfall - Als Klimakiller top, im Umweltschutz ein Flop".

Anlass für die Aktion ist die bevorstehende jährliche Hauptversammlung des schwedischen Staatskonzerns am 26. April in Stockholm. Dafür überreichten die Umweltschützer einen offenen Brief an Schwedens Ministerpräsidenten Persson und an die Minister für Wirtschaft und Umwelt. Darin fordern sie diese auf, sich konsequent für den Klimaschutz und den Erhalt schützenswerter Landschaften einzusetzen. Für die Vattenfall-Hauptversammlung wünschen sie sich einen Stopp neuer Braunkohlekraftwerke und der Ausweisung neuer Tagebaue in der Lausitz. Neue Tagebaue hätten die Umsiedlung weiterer Dörfer bei Cottbus zur Folge. Aber Vattenfall halte sich bislang derartige Optionen ausdrücklich offen, kritisieren die Demonstranten.

Der schwedische Konzern Vattenfall gehört wegen seiner Braunkohlekraftwerke in Deutschland und Polen zu den größten Klimaverschmutzern in Europa. Vattenfall soll nach eigenen Angaben 2003 allein in Deutschland knapp 69 Millionen Tonnen Kohlendioxid in die Atmosphäre geblasen haben. Vergleichsweise seien in ganz Schweden im gleichen Zeitraum insgesamt "nur" 51 Millionen Tonnen Kohlendioxid produziert worden.

"Wir erwarten von der schwedischen Regierung, dass ihr die Klimasünden von Vattenfall nicht egal sind, nur weil sie außerhalb des eigenen Landes begangen werden", so Bettina Dannheim, Energiereferentin von Robin Wood. "Vattenfall muss auch in Deutschland in umwelt- und klimafreundliche Energien investieren. Kohlekraftwerke gehören nicht dazu."

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