Teufels Nachfolger

Oettinger zum Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg gewählt

Der baden-württembergische Landtag hat den bisherigen CDU-Fraktionschef Günther Oettinger am Donnerstag zum Ministerpräsidenten gewählt. Die insgesamt 126 anwesenden Abgeordneten kürten den 51-Jährigen im ersten Wahlgang mit 76 Stimmen zum Nachfolger von Erwin Teufel (CDU), der nach über 14 Jahren im Amt zurückgetreten ist. 50 Abgeordnete stimmten mit Nein. Oettinger nahm die Wahl an und dankte dem Parlament für das Vertrauen.

Oettinger ist der siebte Ministerpräsident in Baden-Württemberg. Mit dem Wahlergebnis konnte er über die Koalitionsstimmen hinaus auch mindestens zwei Abgeordnete aus der Opposition für sich gewinnen. Die Koalition von CDU und FDP verfügt über insgesamt 74 Mandate. SPD und Grüne stellen im Landtag insgesamt 54 Abgeordnete, von denen zwei krank gemeldet waren.

Oettinger hatte sich bei einer CDU-Mitgliederbefragung gegen Kultusministerin Annette Schavan (CDU) durchgesetzt, die das Ministerpräsidentenamt ebenfalls angestrebt hatte.

Teufel hatte am Dienstag offiziell seinen Rücktritt eingereicht. Angekündigt hatte er diesen bereits im vergangenen Oktober, nachdem in der Landes-CDU die Rufe nach einem Generationenwechsel immer lauter geworden waren.

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