Grenzenlos billig?
ver.di und WEED über Globalisierung und Discountierung im Einzelhandel
Hauptsache billig, denken viele Verbraucher und gehen zum Discounter. Hauptsache billig, denken die Discounter und meinen damit ihre Mitarbeiter. Im Einzelhandel setzen sich zunehmend die Verkaufsstrategien der Discounter wie Aldi, Lidl oder Schlecker durch. Aktuell will nun auch EDEKA durch den Kauf von Spar und die Discountsparte Netto verstärkt in das Billig-Geschäft einsteigen. Gespart wird dabei nicht nur an den eigenen Beschäftigten, sondern auch beim Einkauf der Waren.
Der Einzelhandel baut seine Position gegenüber der Industrie und Landwirtschaft aus. Er kann aufgrund seiner starken Einkaufsmacht nicht nur die Preise diktieren, sondern macht auch immer engere Vorgaben für die Produktion. Den Druck, den der Einzelhandel auf die Hersteller ausübt, geben diese an ihre Beschäftigten ab. Mit der Expansion ins Ausland erhält die Hauptsache-billig-Strategie der Discounter auch dort Einzug.
Dabei wird durch das GATS und in naher Zukunft wohl auch durch die EU-Dienstleistungsrichtlinie den Konzernen der Weg geebnet. Aber auch auf nationaler Ebene findet ein massiver Abbau von Rechten statt. Durch die Deregulierung des Arbeitsmarktes wird der Zugriff auf billige Arbeitskraft garantiert. Abschließend stellen sie die Frage nach möglichen Handlungsstrategien und Alternativen: Wie kann globale Solidarität entlang der Wertschöpfungskette praktisch werden und welche Herausforderungen stellen sich für die Zusammenarbeit von sozialen Bewegungen, Gewerkschaften und NGOs?
Autorinnen: Sarah Bormann, Christina Deckwirth und Saskia Teepe, Herausgeber: WEED & ver.di, Berlin, April 2005, 96 Seiten mit zahlreichen Bildern und Grafiken. Schutzgebühr 7,00 Euro (Gewerkschaftsmitglieder 5,00 Euro).
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Am 28. Apr. 2005 unter:
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