Schweiz
Atommüllendlager trotz Gefälligkeitsgutachten nicht zulässig
Die SES hat vom BFE mehrmals die Einhaltung der allgemein anerkannten wissenschaftlichen Regeln gefordert. Diese Forderung wurde regelmässig zurückgewiesen, zuletzt in der negativen Antwort des Bundesrats zur Motion von SP-Nationalrat Hans-Jürg Fehr mit der Forderung nach einem "Second Team" im Dezember 2004. Erst wenn die Untersuchungen der Nagra von mindestens einer zweiten, unabhängigen ExpertInnengruppe, einem Second Team, mit allen dazu erforderlichen erdwissenschaftlichen Mitteln nachvollzogen werden können, kann von einem sauberen Verfahren gesprochen werden.
Die Zusammensetzung des Second Team muss von Nagra-kritischen Kreisen mitbestimmt werden. Erst wenn ein solches Second Team zum gleichen Ergebnis gelangt ist, könnten die geologischen Untersuchungen der Nagra als gesichert anerkannt werden. Erweisen sich die Nagra-Untersuchungen dagegen als nicht nachvollziehbar, erspart dies weitere Investitionen in einen Standort, der die erforderliche Langzeitsicherheit (1 Million Jahre) voraussichtlich nicht bieten könnte.
Im Weiteren weist die SES einmal mehr darauf hin, dass ein allfälliger Entsorgungsnachweis nichts mit dem Standortnachweis zu tun hat. Selbst wenn ein Entsorgungsnachweis Opalinuston erbracht werden könnte, müsste trotzdem in einem zweiten Schritt ein sauberes Standortauswahlverfahren mit Einbezug der betroffenen Bevölkerung und unter Wahrung der demokratischen Rechte stattfinden.
Aus Sicht der SES ist das Vorgehen des BFE unverständlich und unverantwortlich. Es bleibt die ungute Befürchtung, dass das BFE alles Interesse daran hat, auf unseriöse Weise schnellstmöglich einen Entsorgungs- und Standortnachweis für den Schweizer Atommüll vorweisen zu können, damit der Atommlobby der Weg für ein neues AKW freigeschaufelt wird.
Zeige Deinen Kontakten bei Google und Facebook, dass Dir dieser Beitrag gefällt!
Am 28. Apr. 2005 unter:
politikStichworte:
« "Monsanto walzt deutsche Landwirtschaft mit Genmais platt"
Online-Kampagne "Stoppt Softwarepatente!" gestartet »
Unterstützen Sie uns, damit wir ohne störende Werbung gelesen werden können. Ihre freie kostenlose Internetzeitung!
Setzen Sie Banner und Links auf Ihre Seite. Bookmarken Sie uns, und helfen Sie so mit der Verbreitung der wichtigen Inhalte.
Wir suchen Journalisten bzw. Autoren, die Lust haben, die Internet-Zeitung ngo-online gemeinsam zu einer starken Alternative zu den Mainstream-Medien aufzubauen. Machen Sie mit ..MITMACHEN
Platzieren Sie
Ihre Werbung hier
- NRW Justiz: Die Landesregierung ist gefordert
- Senioren: Alt ist, wenn man Seniorenresidenz googelt
- Christian Wulff - Wenn Machtmenschen menscheln
- Diskurs der Rechtspopulisten über Israel
- Photovoltaik-Zubau in Deutschland
- Versammlungsfreiheit - ausschlaggebende Grundlage der Verfassung
- „Cottbus Nazifrei!“ - DASS ist ein MUSS
- Arbeitsrecht: EuGH Urteil enttäuscht
- Finca Mallorca und andere Schnäppchen
- Windenergie wieder auf gutem Weg
