Außenwirtschaftsgesetz

Bundesanwalt ermittelt gegen Thüringer Firma wegen Raketentechnik

Ein Thüringer Unternehmen soll nach Erkenntnissen des Generalbundesanwalts in einen Spionagefall verwickelt sein. Gegen die nicht näher benannte Firma werde wegen des Verdachts der geheimdienstlichen Agententätigkeit und des Verstoßes gegen das Außenwirtschaftsgesetz ermittelt, teilte die Anklagebehörde am Freitag in Karlsruhe mit. Bereits am Mittwoch seien die Geschäftsräume des Unternehmens in Thüringen sowie zwei Wohnungen in Bayern durchsucht worden. Die Ermittlungen richteten sich unter anderem gegen Führungskräfte der Firma, der Exportverantwortliche sei am Donnerstag festgenommen worden.

Nach bisherigen Erkenntnissen soll das Unternehmen seit 2001 "über geheimdienstliche Beschaffungsorganisationen" so genannte Vibrationstestanlagen an fremde Staaten geliefert haben. Diese würden zur Entwicklung von Raketenträgertechnologien benötigt. 2002 sei eine Lieferung zur Verschleierung des Empfängers über einen Drittstaat exportiert worden. Erst in diesem Jahr hätten die Behörden eine Sendung stoppen können. An den Ermittlungen sei auch das Bundeskriminalamt (BKA) beteiligt.

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