headerquote

Seite 1 bei Google kann so einfach sein.

unabhängige Autoren mit eigener Meinung

"Wirtschaftsweiser" Franz für schnellere Anhebung des Rentenalters

Armut trotz Produktionssteigerungen

Der "Wirtschaftsweise" Wolfgang Franz "vermutet", dass es ein "Loch von rund drei Milliarden Euro in der Rentenkasse" geben könnte. Aufgrund dieses vermuteten Geldlochs plädierte das Mitglied im Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung am Montag im ARD-"Morgenmagazin" für eine schnellere Heraufsetzung des Rentenalters als bislang geplant und für Rentenkürzungen. Der Mannheimer Professor für Volkswirtschaftslehre erläuterte nicht, warum immer mehr Rentnerinnen und Rentner in relativer Armut leben und auf Güter und Dienstleistungen verzichten sollen, obwohl die deutsche Volkswirtschaft von Jahr zu Jahr mehr Güter und Dienstleistungen produziert.

Statt das Eintrittsalter in die Rente erst Ende des Jahrzehnts stufenweise auf 67 Jahre zu erhöhen, sollte die Politik bereits jetzt über diesen Schritt nachdenken, sagte Franz. Damit würde die Zahl der Rentenbezieher sinken und das "vermutete Loch" gestopft.

Auch Rentenkürzungen wurden von Franz nahegelegt. Die Rentenzahlungen seien an die Arbeitsentgelte gekoppelt, Rentensteigerungen somit von höheren Löhnen und Gehältern abhängig, sagte der Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Mannheim. Da die Arbeitsentgelte nicht mehr wie in der Vergangenheit stiegen, teilweise sogar sinken, blieben für die Rente nur die Möglichkeiten, die Steigerungen zu einem späteren Zeitpunkt nachzuholen, sie zu kürzen oder den Bundeszuschuss zu erhöhen.

Wenn Löhne und Gehälter für immer mehr Menschen sinken, können auch jüngere Menschen sich immer weniger Güter und Dienstleistungen leisten - obwohl die deutsche Volkswirtschaft von Jahr zu Jahr mehr Güter und Dienstleistungen produziert. Eine gewaltige Werbebranche hat alle Hände damit zu tun, das ständige mehr an Produkten in den gesättigten Märkten unterzubringen.

Zeige Deinen Kontakten bei Google und Facebook, dass Dir dieser Beitrag gefällt!