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UNESCO soll wildlebende Pandas nicht für Aufzuchtstation vernachlässigen

China

Die Panda-Aufzuchtstation im südwestchinesischen Naturschutzreservat Wolong hat beantragt, in die Liste der UNESCO-Weltnaturerbe aufgenommen zu werden. Die Zucht- und Forschungsstation war 1981 unter anderem mit Mitteln des WWF aufgebaut worden. Der WWF ist seit 25 Jahren in China zum Schutz seines Wappentiers aktiv und fordert die chinesischen Behörden dazu auf, den Schutz der Pandas in freier Wildbahn weiter voranzutreiben. Die Umweltschützer schätzen, dass in China nur noch rund 1.600 Große Pandas leben. Die Tiere sind bereits seit langem vom Aussterben bedroht.

"Wir würden es begrüßen, wenn nicht nur die Panda-Zuchtstation zum Weltnaturerbe erklärt wird, sondern vor allem der natürliche Lebensraum für die letzten wild lebenden Pandas noch stärker als bisher geschützt wird", sagt Artenschutzexpertin Susanne Honnef vom WWF Deutschland. Sie betreut die Naturschutzprojekte zum Schutz des Großen Pandas in China und hat vor einigen Jahren auch die Aufzuchtstation in Wolong besucht, um sich ein Bild von deren Arbeit zu machen.

Seit 1980 arbeitet der WWF gemeinsam mit den chinesischen Behörden daran, die Lebensbedingungen für die letzten Großen Pandas zu verbessern. Um das Überleben der Bären zu sichern, setzt sich der WWF unter anderem dafür ein, dass mehr Schutzgebiete geschaffen und diese untereinander vernetzt werden. So sollen die Pandas vor Wilderern geschützt und ihre Rückzugsräume vergrößert werden.

In Wolong werden Pandas gezüchtet, um damit einen Beitrag zur Erhaltung der Art zu leisten. Die bisherigen Versuche, die Pandas an ein Leben in Freiheit zu gewöhnen, sind allerdings gescheitert. Pandas sind zwar seit 1939 in China gesetzlich geschützt, aber immer noch verenden Bären in Fallen, die eigentlich für andere Tiere aufgestellt wurden. Großflächige Rodungen der Wälder raubten ihnen im vergangenen Jahrhundert weite Teile ihres Lebensraums und ihre Haupt-Nahrung - den Bambus.

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