Billigflieger
Verkehrs-Club fordert Ende aller Subventionen für den Flugverkehr
Allein in Deutschland fühlten sich etwa 30 Millionen Menschen durch Fluglärm belästigt, Hunderttausende seien gesundheitsgefährdendem Fluglärm ausgesetzt. Durch den Aufschwung der Billigflieger und die von ihnen bevorzugt angesteuerten Regionalflughäfen werde Fluglärm nun zunehmend in bisher unbelastete Regionen getragen.
Helmar Pless, Flugverkehrsexperte des VCD, sagte: "Landes- und Regionalpolitiker bauen mit Steuermitteln immer mehr Kleinflughäfen zu Großflughäfen aus und versuchen, die Billig-Airlines in der Hoffnung auf neue Arbeitsplätze anzulocken." Tatsächlich komme es jedoch zu einem ruinösen Standortwettbewerb auf Kosten der Steuerzahler, da sich nahe gelegene Flughäfen in Nachbarbundesländern gegenseitig die Kunden wegnähmen.
So entrichte beispielsweise die britische Gesellschaft Easyjet am Dortmunder Flughafen nur fünf Euro Gebühr je Passagier. Etablierte Linien zahlten dagegen etwa 25 Euro. Auch Sonderdienste wie das Enteisen von Flugzeugen oder das Abpumpen von Fäkalien würde normalen Fluggesellschaften im Gegensatz zu Easyjet extra berechnet. Helmar Pless kritisiere: "Während Easyjet jedes Jahr hohe Gewinne ausweist, wachsen die Verluste des Flughafens Dortmund dramatisch: 30 Millionen Euro waren es allein 2004." Für das Defizit kämen die Dortmunder Bürger mit ihren Steuern und mit ihren Strom-, Gas- und Wasserrechnungen auf. Denn der Flughafen gehöre zu 74 Prozent den Stadtwerken und zu 26 Prozent der Kommune.
Der Lübecker Flughafen betreibe gegenüber dem Billiganbieter Ryanair eine ähnliche Subventionspraxis. Laut VCD erhält Ryanair seit 2000 unerlaubte staatliche Beihilfen im Wert von rund zwei Millionen Euro pro Jahr. Dies geschehe, obwohl der Flughafen Lübeck rote Zahlen schreibe. Allein im Jahr 2004 habe die Stadt Lübeck neun Millionen Euro Schulden der Flughafengesellschaft übernehmen müssen.
Das Thema Billigflieger nimmt der VCD in der aktuellen Ausgabe seines elektronischen Newsletters "Flugverkehr & Umwelt" unter die Lupe, der über seine WWW-Seite bezogen werden kann.
Zeige Deinen Kontakten bei Google und Facebook, dass Dir dieser Beitrag gefällt!
Am 24. Mai. 2005 unter:
nachrichtenStichworte:
« Studierende protestierten gegen Studiengebühr-Konzepte aller Parteien
"Stern" macht Stimmung gegen Anti-Rauch-Gesetze »
Unterstützen Sie uns, damit wir ohne störende Werbung gelesen werden können. Ihre freie kostenlose Internetzeitung!
Setzen Sie Banner und Links auf Ihre Seite. Bookmarken Sie uns, und helfen Sie so mit der Verbreitung der wichtigen Inhalte.
Wir suchen Journalisten bzw. Autoren, die Lust haben, die Internet-Zeitung ngo-online gemeinsam zu einer starken Alternative zu den Mainstream-Medien aufzubauen. Machen Sie mit ..MITMACHEN
Platzieren Sie
Ihre Werbung hier
- NRW Justiz: Die Landesregierung ist gefordert
- Senioren: Alt ist, wenn man Seniorenresidenz googelt
- Christian Wulff - Wenn Machtmenschen menscheln
- Diskurs der Rechtspopulisten über Israel
- Photovoltaik-Zubau in Deutschland
- Versammlungsfreiheit - ausschlaggebende Grundlage der Verfassung
- „Cottbus Nazifrei!“ - DASS ist ein MUSS
- Arbeitsrecht: EuGH Urteil enttäuscht
- Finca Mallorca und andere Schnäppchen
- Windenergie wieder auf gutem Weg
