Castor-Alarm

Atomares Zwischenlager Ahaus blockiert

Mit einer spontanen Blockade der Hauptzufahrt des Brennelement-Zwischenlagers Ahaus protestierten am Montagabend nach Angaben von Anti-Atom-Initiativen rund 30 AtomkraftgegnerInnen aus der Umgebung der Anlage gegen den für nächsten Montag geplanten ersten Castor-Transport von Dresden nach Ahaus.

Die Atomkraftgegner protestierten mit der Aktion gegen die "hochgefährlichen Autobahn-Castoren". Wenige Stunden zuvor hatten die Anti-Atomkraft-Initiativen aus dem Münsterland und Sachsen bundesweiten Castor-Alarm für den 30. Mai ausgerufen.

Nach Informationen der Initiativen soll der erste LKW-Konvoi mit sechs 6 Castoren aus dem sächsischen Forschungszentrum Dresden-Rossendorf am kommenden Montag, 30. Mai, gegen 10 Uhr losfahren. Nach einer 600 km langen Fahrt über die Autobahnen quer durch Deutschland soll der hochradioaktive Atommüll in der Nacht zum 31. Mai gegen 1 Uhr morgens in Ahaus ankommen.

Die Anti-Atomkraft-Initiativen zeigten sich optimistisch, den Castor-Fahrplan durchkreuzen zu können.

Die Anti-Atom-Initiativen forderten, die Castor-Transporte von Dresden abzusagen. Die gerade abgewählte NRW-Landesregierung habe kein politisches Mandat mehr für die Durchführung. Die Regierung habe nicht einmal die Anfragen zu Sicherheitsrisiken im Verlauf der Autobahntransporte beantwortet. "Sie sollte angesichts der klaren Wahlniederlage wenigstens so anständig sein, nicht für hunderte von Jahren strahlende Fakten für das Münsterland zu schaffen", forderten die Anti-Atom-Initiativen aus dem Münsterland.

Diese Frage könne nur vom neuen Landtag entschieden werden. CDU-Chef Jürgen Rüttgers habe sich im letzten Jahr gegen Castor-Transporte nach Ahaus ausgesprochen, solange die Endlagerfrage ungeklärt sei. "Wir fordern deshalb von Jürgen Rüttgers ein Veto gegen die Transporte."

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