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Kassen und Ärzte beraten über die Eintreibung der Praxisgebühr

Praxisgebühr

Ärzte und Kassen beraten am Dienstagabend in Berlin über das Eintreiben von Praxisgebühren. Abschließend geklärt werden soll die Frage, ob Ärzte oder Kassen die Praxisgebühr in Höhe von zehn Euro pro Quartal einfordern, falls ein Patient diese nicht freiwillig errichtet, teilte ein Sprecher der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) mit. Im Gespräch ist, dass grundsätzlich die Krankenkassen die ausstehenden Gebühren eintreiben und auch die Mahn- und Gerichtskosten von rund 150 Euro je Fall übernehmen. Die Kassen bieten bislang eine anteilige Übernahme der Mahnkosten an.

Hintergrund der Debatte ist eine Entscheidung des Sozialgerichts in Düsseldorf vom März, wonach die Kassenärztlichen Vereinigungen (KV) zwar die Praxisgebühr von Patienten eintreiben dürfen, nicht aber Mahn-, Porto- und Gerichtskosten.

Somit muss eine KV den Angaben zufolge rund 150 Euro ausgeben, um 10 Euro Praxisgebühr von säumigen Zahlern zu bekommen. Im vergangenen Jahr ist der niedergelassenen Ärzteschaft laut Erhebungen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, bei dem Versuch, Praxisgebühren einzutreiben, ein Schaden von rund 30 Millionen Euro entstanden.

Im Falle einer Nicht-Einigung mit den Kassen hat die KBV angekündigt, ein Schiedssamt anzurufen.

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