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Gedenken an Befreiung vom Faschismus und Protest gegen Neonazis

Demonstration am 8. Mai

Das globalisierungskritische Netzwerk Attac hat seine Mitglieder aufgerufen, sich bundesweit an Gedenkveranstaltungen zum 60. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus und an Aktionen gegen die geplanten Aktivitäten von Neonazis zu beteiligen. Aus dem Nazi-Regime und dem Holocaust erwachse eine besondere Verantwortung, heute den Anfängen zu wehren und sich den Neonazis entgegenzustellen, heißt es im Aufruf des Attac-Koordinierungskreises: "Wenn Nazis versuchen, öffentliche Räume zu besetzen, ist Widerstand notwendig. Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen."

Gerade weil die Neonazis versuchen, von der zunehmenden Armut, Ausgrenzung und Prekarisierung zu profitieren, und dabei die Abschottung der "Volksgemeinschaft" propagieren, müsse auch die globalisierungskritische Bewegung klar Stellung beziehen. "Die Neonazis möchten von der Kritik an der neoliberalen Globalisierung profitieren und bringen ihren völkischen Wahn ins Spiel", sagte Pedram Shahyar vom Attac-Koordinierungskreis. "Wir wollen an diesem Tag auch deutlich machen, dass unsere Globalisierungskritik mit der der Neonazis nichts gemein hat. Wir sind Internationalisten und keine Globalisierungsgegner. Wir wollen weltweite soziale Rechte, also die Globalisierung emanzipatorisch wenden."

In Berlin beteiligt sich Attac an der Bündnis-Demonstration gegen den NPD-Aufmarsch. Die Auftaktkundgebung beginnt um 10 Uhr am Bertolt Brecht Platz. Dabei wollen Attac-Mitglieder versuchen, die NPD-Demonstration durch eine friedliche Sitzblockade zu verhindern. Shahyar: "Die Neonazis dürfen an diesem Tag in Berlin keinen Schritt machen."

Auch in anderen Städten unterstützt Attac die Veranstaltungen zum 8. Mai, unter anderem durch die Teilnahme an einer internationalen historischen Konferenz der Friedensbewegung in Potsdam. Aus den Verbrechen der Geschichte erwachse ein besondere Verantwortung, heute an der Gestaltung einer friedlichen und sozial gerechten Zukunft zu arbeiten, sagte Hugo Braun vom Attac-Koordinierungskreis. In diesem Sinn empfinde sich Attac Deutschland als Teil der weltweiten antifaschistischen Bewegung.

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