Saison abwarten

Verbraucherzentrale rät zur Vorsicht bei Erdbeeren

Die bayrische Verbraucherzentrale warnt vor dem frühen Kauf von importierten Erdbeeren. Bei den Importfrüchten aus südlichen Ländern seien auch in diesem Frühjahr in fast jeder Probe Pestizidrückstände gefunden worden. Dabei sei es keine Seltenheit gewesen dass bis zu fünf verschiedene Wirkstoffe in einer Probe nachzuweisen waren. Diese so genannten "Mehrfachrückstände" sind laut der Verbraucherzentrale Bayern besonders bedenklich. Über die Wirkung solcher Gemische auf die Gesundheit gebe es nämlich "keine ausreichenden Erkenntnisse".

Die Verbraucherzentrale empfiehlt daher, auf die heimische Erdbeersaison im Juni zu warten. Da der lange Transport wegfiele, seien deutsche Erdbeeren im Durchschnitt geringer belastet. Bio-Erdbeeren würden völlig ohne Pestizide angebaut.

Importware werde besonders viel mit Pestiziden gegen Schimmel oder Fäulnis behandelt, weil sie häufig längere Transportwege überstehen müsse, erklärte die Verbraucherzentrale. Die dortige Ernährungsberaterin Susanne Moritz sagte: "Durch gründliches Waschen können die Rückstände zwar verringert werden. Doch Wirkstoffe, die von den Früchten aufgenommen werden, lassen sich auf diese Weise nicht entfernen."

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