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Gesamtstrategie für den Hochschul- und Forschungsbereich gefordert

"Exzellenz-Initiative"

Gerd Köhler, Vorstandsmitglied der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) sagte in einer ersten Stellungnahme zu der Initiative, der die Wissenschaftsminister von Bund und Ländern jetzt zugestimmt haben: "Wir brauchen eine Gesamtstrategie zur Lösung der Probleme im Hochschul- und Forschungsbereich. Die sogenannte ‚Exzellenz-Initiative’ für die Spitzenforschung greift viel zu kurz". Die ‚Exzellenz-Initiative’ leiste keinen Beitrag, die Studienbedingungen für die Studierenden, deren Zahl in den nächsten Jahren steigt, zu verbessern.

Mit 40 Graduierten-Schulen werden die offenkundigen Probleme der deutschen Doktorandenförderung nicht behoben. Mit dem Wortungetüm ‚Exzellenz-Cluster’ wird die strukturell wenig durchdachte Zusammenarbeit von Hochschulen, Forschungsinstituten und Unternehmen nicht wirklich intensiviert." "Was sich hinter der Kompromissformel ‚Zukunftskonzepte zum projektbezogenen Ausbau der Spitzenforschung’ verbirgt, muss sich erst noch zeigen", erklärte der GEW-Sprecher. "Das Geld kann fließen, hoffentlich kommen dabei auch gesellschaftlich sinnvolle Innovationen heraus."

"Exzellenz haben die Basarverhandlungen um die Initiative nicht erkennen lassen", betonte Köhler. Offensichtlich habe die Tatsache, dass der Bund 75 Prozent der Kosten übernimmt, die Länder letztlich "überzeugt". Zudem hätten das Unverständnis und die Verärgerung in den Hochschulen und Forschungsinstituten über das lang Hin und Her Wirkung gezeigt.

Noch immer fehle die Zustimmung der Ministerpräsidenten, insbesondere die des hessischen Regierungschefs Roland Koch (CDU). Koch habe seinen Hochschulen gerade einen bitteren Hochschulpakt auferlegt. Unklar sei bislang, woher die zusätzlichen Ländermittel kommen sollen. Noch hielten CDU/CSU an der Eigentumsförderung fest, Umschichtungen in den Bildungshaushalten seien unsinnig.

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